Forstbehörde kritisiert Aussagen aus Reinsfeld

Reinsfeld/Koblenz · Mit etwas Verzögerung hat die Zentralstelle der Forstverwaltung in Koblenz auf den TV-Bericht "Rat entscheidet für Forstgutachter" vom 17. September reagiert. Das Reinsfelder Gremium hatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, künftig einen freiberuflichen Sachverständigen mit der Erstellung des neuen Betriebsplans für den Gemeindewald zu beauftragen.

Joachim Langshausen von der Koblenzer Behörde sagt dazu: "Dass die Gemeinde Reinsfeld hier neue Wege beschreiten will und bewusst auf die Planung durch Landesforsten Rheinland-Pfalz verzichtet ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch selbstbewusster Ausdruck der Eigenverantwortung einer waldbesitzenden Gemeinde. Gut so!" Er müsse aber einer Aussage von Ortsbürgermeister Rainer Spies (SPD) widersprechen, so Langshausen.
Spies habe im TV gesagt, dass die Entscheidung schon allein aufgrund des Fehlens von Planungsexperten bei Landesforsten geboten sei. Langshausen entgegnet diesbezüglich: "Mit rund 50 Mitarbeitern im Innen- und Außendienst vor Ort ist Landesforsten sehr wohl in der Lage, allen kommunalen Forstbetrieben zu ihrem gesetzlich verbrieften Recht zu verhelfen und Inventur und Planung kostenfrei durchzuführen." Von einem Mangel an Experten könne also keine Rede sein. red/ax