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Forsten, Finanzen und Kritik am Landesbetrieb

Forsten, Finanzen und Kritik am Landesbetrieb

Die Investitionen bis 2020 fallen in Schillingen bescheidener aus als in früheren Jahren. Die städtebauliche Situation in der Ortsmitte bleibt jedoch zentraler Punkt auf der Wunschliste. Als Schildbürgerstreich bezeichnen die Ortsvertreter die Schutzplanken auf der L 143 Richtung Heddert.

Schillingen. Da sind sich die beiden Fraktionen im Schillinger Rat einig: Die Schutzplanken auf der L 143 zwischen Schillingen und Heddert sind nach Worten von Jens Anell "ein Schildbürgerstreich". Diese Schutzplanken seien auf gerader und freier Landstraße in nur einer Richtung gebaut. "Generell haben wir nichts gegen solche Maßnahmen, aber warum gerade hier", fragt er. Damit werden Obstbäume geschützt, habe man als Antwort vom Landesbetrieb Mobilität in Trier auf Anfrage erhalten. Der Schillinger Ortsgemeinderat bittet, solche Maßnahmen künftig anders zu planen, denn, sagt Anell: "In letzter Zeit häufen sich Maßnahmen, die aus unserer Sicht zweitrangig erscheinen." So würden beispielsweise an Bundesstraßen auf etlichen Kilometern Leitplanken errichtet und Fahrbahnbeläge erneuert, bei denen sich die Menschen fragen, ob dies denn zwingend nötig ist. Schutzplanken zwischen Schillingen und Kell als Unfallschwerpunkt wären aus Sicht des Rates vorrangig gewesen.
Anderes Thema: Der Forst meldet dem Schillinger Ortsgemeinderat ein besseres Betriebsergebnis als vorausberechnet. Forstamtsleiter Helmut Lieser nennt einen Überschuss von 75 261 statt 51 412 Euro: "Das liegt an einem Holzverkauf, der in diesem Jahr eingefädelt, aber im nächsten Jahr erst bezahlt wird." Zur neuen Aussichtsplattform am Schillinger Panoramaweg gratulierte Michael Marx: "Das ist wirklich gelungen." Sie steht mit 41 000 Euro in der Liste der Investitionen, die bis 2020 geplant werden. Ein großes Projekt ist die Erneuerung der Blumenstraße mit 100 000 Euro. Rund 200 000 Euro soll die weitere Entwicklung der Ortsmitte 2017 kosten. Ferner sind je 10 000 Euro für die Planung des Neubaugebietes Auf dem Wadel, den Ausbau der Nahwärmeversorgung und die Verbesserung der Internet-Breitbandversorgung gelistet. Das alles, und auch die Sanierung des Sportlerheimes, die 140 000 Euro kosten soll, fließt in die Haushaltsberatungen des neuen Jahres ein. doth
Extra

Seit 1995 war Gerhard Schemer (69, TV-Foto: Herbert Thormeyer) für die SPD im Schillinger Ortsgemeinderat. Auf eigenen Wunsch ist er ausgeschieden und in der letzten Sitzung 2016 vom Rat verabschiedet worden. Ortsbürgermeister Markus Franzen, CDU-Mann Jens Anell und SPD-Fraktionschef Wolfgang Schäfer würdigten die Verdienste Schemers für seinen Heimatort. doth