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Forstunternehmer sind gegen das Projekt Nationalpark

Forstunternehmer sind gegen das Projekt Nationalpark

In der Diskussion um einen möglichen Nationalpark hat sich jetzt auch der Forstunternehmer-Verband (FUV) Rheinland-Pfalz zu Wort gemeldet. "Wir sagen Nein zum Nationalpark", betont der Vorsitzende Walter Raskop.

Er bezeichnet die Pläne der Landesregierung als "falsch verstandenen Naturschutz". Nach seiner Aussage würden beispielsweise Untersuchungen belegen, "dass in einem nachhaltig bewirtschafteten Wald die Vielzahl der Pflanzen und Tiere oft deutlich höher ist als in einem Nationalpark.
Erst gezielte Waldpflegemaßnahmen bringen Licht in sonst dunkle Wälder und schaffen Lebensräume für viele unterschiedliche Arten", so Raskop. Zudem weist er darauf hin, dass die Waldbewirtschaftung, insbesondere in ländlichen Gebieten, zahlreiche Arbeitsplätze schafft. "Ein Nationalpark würde einen Teil dieser Arbeitsplätze vernichten" so der Verbandschef.
In der Diskussion um einen Nationalpark haben in der Vergangenheit bereits die Vertreter der Holz- und Sägeindustrie ihren Widerstand gegen dieses Vorhaben deutlich gemacht. Die Hochwaldregion ist bei der Einrichtung eines Nationalparks aussichtsreichster Kandidat. Aber auch der Soonwald (Rhein-Hunsrück-Kreis) ist noch im Rennen. ax