Fortschritte bei der Sanierung

Auch wenn die Bagger noch rollen: Im Bereich rund um den Haltepunkt passiert zurzeit viel. Der Parkplatz samt Bushaltestelle ist am Mittwoch offiziell dem Verkehr übergeben worden. Und in seiner jüngsten Sitzung hat der städtische Bauausschuss für die Sanierung des Bahnhofgebäudes eine Förderung von rund 100 000 Euro beschlossen.

Konz. Auf der Bahnhofstraße rollen die Bagger. Schon seit Monaten wird hier der Verkehr zwischen Schillerstraße und dem Bahnhof mit Ampeln geregelt. Fußgänger kommen nur über Schotterpisten vom Bahnhof auf die andere Straßenseite und ins Stadtzentrum. Enden soll der 2,1 Millionen teure Ausbau der Bahnhofstraße laut Verwaltung im Herbst 2017.
Trotzdem hatten die Stadt Konz und das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium am Mittwoch einen Grund zum Feiern. 84 Parkplätze, die südlich der Bahngleise in der Güterstraße liegen, konnten offiziell dem Verkehr übergeben werden. Außerdem können von hier aus künftig die Regionalbuslinien 203 (nach Oberemmel über das Tälchen) und 204 (nach Saarburg über Könen, Tawern, Filzen, Hamm und Wawern) genutzt werden. In den kommenden Wochen sollen in der Güterstraße außerdem überdachte Fahrradständer aufgestellt werden.
"Mit dem neuen Platz hat die Stadt jetzt ein schönes Eingangstor für Bahnreisende", sagte Stadtbürgermeister Karl-Heinz Frieden. Lothar Kaufmann, im Verkehrsministerium zuständiger Abteilungsleiter für Verkehr und Straßenbau, lobte den 900 000 Euro teuren neuen Zugang zum Bahnhof Konz ebenfalls: "Er verknüpft - egal, ob mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß - vorbildlich den Individualverkehr mit der Bahn und dem ÖPNV", sagte Kaufmann.
Auch mit der Sanierung des Bahnhofgebäudes, das seit dem Jahr 1860 steht, könnte es demnächst vorangehen. Der städtische Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Umweltschutz hat in seiner jüngsten Sitzung eine Förderung des Sanierungsvorhabens der Firma Ifa Immobilien GmbH aus Schillingen (Verbandsgemeinde Kell am See) in Höhe von rund 98 000 Euro durch die Stadt beschlossen. Die Konzer Verwaltung hatte die Bewilligung der Förderung in einer Stellungnahme befürwortet, da "das Bahnhofsgebäude innerhalb eines Sanierungsgebiets liegt und stadtbildprägend" sei.
Der ursprüngliche Plan des Unternehmens, den Bahnhof zu einem Hotel auszubauen, musste zwar aus denkmalschutzrechtlichen Gründen aufgegeben werden (der TV berichtetete). Dafür sieht das aktuelle Sanierungskonzept jetzt im Erdgeschoss des Neo-Renaissancegebäudes einen Gastronomiebetrieb vor, außerdem sollen in den beiden Obergeschossen Praxis- und Büroräume entstehen. Laut Sitzungsvorlage dürfte die Höhe der Sanierungskosten bei rund zwei Millionen Euro liegen. Die Ifa Immobilien GmbH hat bis Redaktionsschluss zu dem Bauvorhaben nicht Stellung genommen, da sich ihr Geschäftsführer Wolfgang Schäfer zurzeit im Ausland aufhält.