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Fotostrecke: Reinsfelder feiern närrisches Jubiläum

Fotostrecke: Reinsfelder feiern närrisches Jubiläum

Etwa 5000 Besucher haben den Sommerumzug zum 44. Geburtstag des Reinsfelder Karnevalsvereins erlebt. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad säumten sie die Straßen.

Der 44. Geburtstag des Karnevalsvereins Reinsfeld hat der Gemeinde ein echtes Großereignis beschert. Punkt 16.11 Uhr setzte sich eine lange närrische Karawane in Bewegung, die in gut zwei Stunden um die Kirche gen Festplatz zog.

Der gesamte Hochwald nutzte die Gelegenheit, die fünfte Jahreszeit bei sommerlich heißen Temperaturen zu feiern. Karnevalshochburgen wie Hermeskeil, Mandern oder Kell hatten beeindruckende Abordnungen nach Reinsfeld entsandt. Unterstützt wurden sie von nicht-närrischen Vereinen wie den Yes Angels mit Stretchlimousine oder der DLRG mit eigenem Festwagen. Mit mehreren Gruppen vertreten waren aber auch Beuren - unter anderem mit Los Zickos und Bösen Königinnen - sowie Geisfeld mit Raupe und Schmetterlingen, Gusenburgs Schlauhausener und Grimburgs Burgbohzen. Mit Karnevalisten aus Neuhütten und einer Trachtengruppe aus Zerf feierten zudem Narren aus dem saarländischen Nonnweiler sowie aus Brücken im Kreis Birkenfeld mit. Selbst die Mosel war mit dem Piesporter Karnevalsverein Mir sen se vertreten und die Eifel mit den Pelmer Ulkvögeln, Karnevalsfreunden aus der Nähe von Gerolstein. Alle fanden beim Jubiläums-Sommerumzug als bunt gemischtes närrisches Völkchen zusammen.

Der Tross beeindruckte zum einen mit Dutzenden von Garde- und Turnvereins-Tänzerinnen sowie vielen Prinzenpaaren, die den Reinsfelder Hoheiten Agnieszka I. und Alexander I. ihr Geleit gaben. Auch die farbenfrohen Gruppen wie zauberhafte Märchenfiguren sorgten für Stimmung. Tüchtige Reinsfelder Kindergartengärtner fanden mit ihrem "jünger machenden Dünger" reißenden Absatz und der örtliche Quartettverein Concordia sorgte mit Conchita Wurst für Furore. Auch der fetzig drauf los schmetternde Reinsfelder Musikverein und die mitknatternden örtlichen Traktorfreunde kamen super an beim Publikum.

Besonders umjubelt von den insgesamt 50 Fußgruppen und Wagen wurden diejenigen, die mit erfrischenden Abkühlungen überraschten. Etliche Zugteilnehmer waren mit Wasserpistolen oder prall gefüllten Wasserluftballons unterwegs - und selbstverständlich mit entsprechend großem Wasservorrat, wie etwa einem anfangs gut gefüllten Planschbecken. Doch selbst pitschnasse Besucher ergriffen vor ihnen keineswegs die Flucht. Denn bei Temperaturen von mehr als 30 Grad war nicht nur jede Erfrischung willkommen, sondern die Kleidung auch im Nu wieder trocken. Zur Belohnung hagelte es zu guter Letzt vom Reinsfelder Prinzenwagen aus jede Menge Wassereisröhrchen.

Besucherin Hedwig Alt aus Rascheid lobte das närrische Aufgebot: "Der Zug gefällt mir, er ist sehr gut aufgestellt." Vor allem aber seien die Akteure richtig schön in Stimmung, die aber angesichts der Hitze weniger leicht auf das Publikum überspringe als im Winter. Dass sie bei einigen Wagen die karnevalistische Stimmungsmusik vermisste, war ebenfalls den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet. Denn wer die zur Gruppe passenden Gassenhauer per Handy unters Volk bringen wollte, hatte mitunter das Nachsehen: Wegen der Hitze gaben etliche Geräte "ihren Geist auf", wie eine Insiderin erklärte. <autorenkürzel>urs<252>