Freie Wähler fordern Einsparungen

Freie Wähler fordern Einsparungen

465 000 Euro kostet die Aufwertung des Moselufers: Der FGW-Fraktionsvorsitzende Hermann-Josef Momper weist auf Einsparmöglichkeiten hin. Auf Gegenliebe bei den anderen Fraktionen oder der Verwaltung stößt er damit nicht.

Konz. Fraktionssprecher Hermann-Josef Momper sieht bei dem Projekt am Karthäuser Moselufer Einsparbedarf. Im Stadtrat stellte seine FWG-Fraktion den Antrag, das Projekt noch einmal im Bauauschuss zu beraten. Sie scheiterte an den Gegenstimmen der anderen Fraktionen.
Bei der vorgelegten Kostenschätzung besteht aus Mompers Sicht erheblicher Klärungsbedarf. Schließlich seien nur 360 000 Euro für das Projekt vorgesehen gewesen - jetzt koste es 465 000 Euro. "Wir geben 100 000 Euro für ein Spielgerät aus", erregte er sich im Stadtrat und zählte mehrere Posten auf, an denen gespart werden könne.
Die anderen Fraktionen verwiesen auf nichtöffentliche Diskussionen im Bauausschuss, in denen die Fragen geklärt worden seien. SPD-Chef Alfons Maximini meinte: "Wir haben schon ein abgespecktes Projekt, aber man muss die Attraktivität erhalten!" Josef Geltz von der CDU-Fraktion warf der FWG vor, dass sie sich inzwischen gegen die Soziale Stadt Karthaus stelle. Die FWG-Fraktion protestierte lautstark und stimmte bei zwei Enthaltungen auch für das Projekt.
CDU-Bürgermeister Karl-Heinz Frieden erläuterte, dass zum Teil an anderer Stelle Kosten eingespart würden - zum Beispiel im städtischen Bauhof, wenn man die Baumanpflanzungen für 20 000 Euro einer Fremdfirma überlasse. Das von Momper kritisierte Spielschiff sei umgeplant worden, damit es auch im Hochwasserbereich stehen könne. Das sei bei der Stadtratssitzung Anfang Juli so nicht absehbar gewesen. Es gebe auch keinen Ratsbeschluss, der sich gegen das Schiff richte.
Der städtische Planer Alexander Queins erläutert: Ursprünglich habe es eine Luxusversion für 850 000 Euro und eine für 540 000 Euro gegeben. Der Stadtrat habe im Juli weitere 100 000 Euro Einsparungen beschlossen. Das sei auch so geschehen. Denn die Firma Möbel Martin trage 40 000 Euro. Insgesamt blieben so 425 000 Euro an der Stadt Konz hängen. Aus dem Programm Soziale Stadt ist eine 70-prozentige Förderung zu erwarten. cmk

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