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Freudenburger Rat berät über neue Einkaufsmöglichkeiten, die Zukunft des Bürgerhauses, der Kita, und wie es um den Friedhof mit Trauerhalle steht.

Kommunales : Ein neuer Markt und Sorgen um das alte Bürgerhaus in Freudenburg

Der Gemeinderat in Freudenburg hat über neue Einkaufsmöglichkeiten im Ort sowie die Zukunft von Bürgerhaus und Kita beraten. Informiert wurde auch darüber, wie es um den Friedhof und das Projekt Trauerhalle steht.

Ein Norma-Markt soll sich an das vorhandene Gewerbegebiet in Freudenburg anschließen. „Die Ratsmitglieder haben den Bau noch nie in einer dreidimensionalen Darstellung gesehen“, sagt Alexander Lauterbach, Expansionsleiter des großen Lebensmittelhändlers aus Nürnberg, in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Knackpunkt der Planung ist die Linksabbiegespur aus Richtung Kollesleuken, die vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier wegen zu hoher Unfallgefahr verweigert wird. Die bisherige Planung sieht vor, dass der neue Markt verkehrstechnisch über das Gewerbegebiet angeschlossen wird. „Anfang April wird das Büro Habermann aus Waldmohr den genauen Bebauungsplan vorstellen“, lädt Ortsbürgermeister Alois Zehren alle Interessenten ein.

Ein Sorgenkind bleibt das Bürgerhaus. Hat der Bau der ehemaligen Schule immer noch keine Abnahme, steht beim Saal und den alten Nebengebäuden noch gar nicht fest, ob sie sanierbar sind. Planungsbüros sollen für eine Machbarkeitsstudie angefragt werden. Bis zu 50 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Die Fachleute sollen feststellen, ob eine Sanierung im Bestand möglich ist. Einfach abreißen und neu dranbauen geht jedoch nicht. „Wenn die Außenmauern weg sind, ist es nicht mehr im Bestand“, erklärt Zehren.  Ein neues Bürgerhaus an anderer Stelle bauen? Flächen dafür wären da, sagt der Ortschef. Nur unter 1,5 Millionen Euro komme die Ortsgemeinde bestimmt nicht weg bei einem solchen Vorhaben, egal, wofür sich der Rat entscheide.

Eine lange Diskussion mit dem Bistum, ob denn nicht eine neue Trauerhalle in den Pfarrgarten gestellt werden könnte, wurde aus Trier mit einer Ablehnung beendet. Da das Gelände des ehemaligen Amtshauses neu gestaltet werden soll, muss eine neue Trauerhalle am Rand der Mauer auf dem Friedhof errichtet werden. 180 000 Euro stehen dafür im Haushalt. Mit einher gehen soll nach dem Wunsch eines Arbeitskreises dabei die gesamte Friedhofsgestaltung, die an einen kleinen Park erinnern könnte. Auch der Standort des Kriegerdenkmals ist ein Diskussionsthema in Freudenburg. Das Projekt wird in der nächsten Ratssitzung vorgestellt.

Das Kindergartengebäude, das der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell gehört, muss laut Landesjugendamt saniert werden. „Sonst riskieren wir die Betriebserlaubnis“, sagt Zehren. Die Kosten von 262 000 Euro können sich die drei beteiligten Ortsgemeinden teilen, abzüglich eines 90-prozentigen Zuschusses aus einem Bundesprogramm, das wegen Corona aufgelegt wurde.

Im Gespräch ist die Gründung eines Zweckverbandes mit Kirf und Kastel, die auch Kinder in die Einrichtung schicken. Eine Satzung für die Verbandsgründung soll entworfen werden. Nicht klar ist bislang, wie die siebengruppige Kita weitergeführt wird, denn mehr Kinder sind wegen Neubaugebieten zu erwarten. Ein Zweckverband könnte eine Lösung entwickeln, sollte eine achte Gruppe nötig sein.