Freudenburger Rat stoppt Planung für Baugebiet Dorfwies. Junkerswies wird weiter verfolgt.

Dorfentwicklung : Rat stoppt Baugebietsplanung

Das Freudenburger Gremium hat sich von dem umstrittenen Areal Dorfwies getrennt. Junkerswies wird aber weiter verfolgt.

Neuer Rat, neue Entscheidungen: Der Freudenburger Ortsgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen das geplante Neubaugebiet Dorfwies mit um die zehn bis elf Bauplätzen ausgesprochen und das entsprechende Bebauungsplanverfahren gestoppt. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung, die übrigen stimmten für den Stopp. Ortsbürgermeister Alois Zehren sagte zu dem Beschluss: „Damit ist das Thema Dorfwies erledigt. Ich hoffe, dass auch wieder Frieden ins Dorf einzieht.“

Hintergrund: Der Ortsgemeinderat beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der Frage, wie der Ort wachsen kann. Er hatte deshalb ein Ingenieurbüro beauftragt, die Ortslage und die angrenzenden Freiflächen auf Entwicklungsmöglichkeiten hin zu untersuchen. Vier Flächen kamen dabei in die engere Wahl, zwei wurden ausgewählt: Dorfwies und Junkerswies. Im August 2018 hat der Rat beschlossen, einen Bebauungsplan für das 1,1 Hektar große Baugebiet Dorfwies unterhalb der Burg aufzustellen. Doch das war umstritten. In der Folge wurden 350 Unterschriften gegen dieses Vorhaben gesammelt und eingereicht. Jörg Thielmann von der Freien Liste Freudenburg stellte in der aktuellen Sitzung dann den Antrag, die Planung für die Dorfwies einzustellen und erhielt eine Mehrheit dafür.

Die SPD hatte im Dezember 2018  ebenfalls versucht, die Planung für das Baugebiet per Antrag zu stoppen. Sie war im Vorgängergremium allerdings erfolglos geblieben. Die Planung lief deshalb zunächst weiter. Neben dem Planungsstopp hat sich der Rat aktuell dafür ausgesprochen, das Fledermausgutachten, das für das Baugebiet in Auftrag gegeben worden war, weiterlaufen zu lassen. Bezahlen müsse man es sowieso, hieß es.

Guido Rach, ehemaliger Beigeordneter des Freuenburger Rats, der die Sitzung besucht hatte, bedauerte die Entscheidung anschließend. Er sagte, es sei schade um die Arbeit und die Investitionen, die die Ortsgemeinde bereits in das Gebiet gesteckt habe.

Das Neubaugebiet Junkerskreuz am Ortseingang Richtung Trassem will der Freudenburger Rat hingegen weiterverfolgen. Es soll über 38 bis 39 Bauplätze verfügen. Einstimmig beschloss er, den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Dies bedeutet, dass die Unterlagen, zu denen Bürger Einwände einreichen können, nur einmal statt zwei Mal öffentlich ausgelegt werden.

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