Friedhofssanierung in Eigenregie

Das älteste Areal auf dem Mannebacher Friedhof soll nicht weiter so wüst und verwahrlost aussehen. Alle bisherigen Planungen zur Neugestaltung kann sich die Ortsgemeinde jedoch nicht leisten. Jetzt sollen es die Bürger selbst richten. Die verrotteten Mauern sollen von freiwilligen Helfern entfernt und das Areal eingeebnet werden.

Mannebach. Seit vielen Jahren bereits will der Mannebacher Ortsgemeinderat den ältesten Teil des Friedhofs neu gestalten. Marode Mauern, ungenutzte Grabstellen und nur noch wenige Gräber prägen das Bild direkt hinter der Pfarrkirche. "Wir schaffen selbst Abhilfe", lautet jetzt die Lösung. Die alten Mauern wegräumen und das Areal einebnen, das sollen freiwillige Helfer im nächsten Frühjahr schaffen - und zwar fast kostenlos. Mit einer Neugestaltung hat das aber nicht viel zu tun.
"Sogar eine Teilerneuerung würde uns laut vorliegender Planung 81 000 Euro kosten", bedauert Ortsbürgermeister Bernd Gard. Mit Anträgen auf Erlaubnis zur Kreditaufnahme ist Mannebach immer wieder bei der Kommunalaufsicht des Kreises abgeblitzt. Die Begründung: Es gibt auf zwei neueren Friedhofsteilen, die picobello gepflegt sind, doch noch freie Grabstellen.
"Aber was machen wir in zehn bis 15 Jahren?" fragte Gard seinen Ortsgemeinderat in der jüngsten Sitzung. Die Ortsvertreter holten fachlichen Rat beim Saarburger Bestatter Karl Mettlach ein. "70 Prozent aller Beerdigungen sind heute bereits Feuerbestattungen", weiß Mettlach aus Erfahrung und plädiert dafür, diesem Trend in Mannebach Rechnung zu tragen. Bislang gibt es drei Urnenstelen auf dem Friedhof. Urnenwände, so Mettlach weiter, seien schnell belegt. Dreiergräber dagegen würden überhaupt nicht mehr nachgefragt. Aber: Der Rat sollte über Reihengräber nachdenken, so der Tipp des Fachmanns.
"Die wenigen Gräber, die noch auf dem alten Friedhof bestehen, bleiben auch dort", versichert Ortschef Gard. Es werde nur die Optik verbessert, die besonders auffällt, weil ja die beiden anderen Friedhofsteile so schön gepflegt sind. Dieser Kontrast soll minimiert werden. doth

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