Friedhofsstreit: SPD meldet sich zu Wort
Freudenburg · Die SPD-Fraktionsvorsitzende in Freudenburg, Stephanie Zehren, hat sich zur Berichterstattung über den Freudenburger Friedhofsstreit ("Friedhofsstreit landet vor Gericht", TV von Mittwoch, 8. Juli) zu Wort gemeldet. Sie stellt klar, dass sie sich generell gegen die Verlängerung der 25-jährigen Liegezeit von Reihengräbern ausgesprochen habe.
Sie habe nicht gesagt, dass eine Liegezeit von 28 Jahren vielleicht noch ginge, nicht aber 30 Jahre.
Wie lange halten Urnen?
Zudem erklärt Zehren, warum sie den im Kommentar zitierten Lösungvorschlag ihres Redemanuskripts nicht in der Sitzung vorgebracht hat. Zehren: "Mir wurde vor der Sitzung gesagt, dass das sehr wahrscheinlich nicht funktioniert."
Der Vorschlag beinhaltete, die Urne der Verstorbenen im Grab ihres Mannes beizusetzen, bis die Ruhezeit des Grabs abgelaufen sei, und dann wieder in die Urnenwand umzubetten. Urnen würden sich zersetzen, hieß es dazu.
Ein Bestatter sagte auf TV-Nachfrage, dass es auch Urnen gebe, die je nach Bodenbeschaffenheit recht lange hielten, beispielsweise aus Stahl. Granit oder Marmor überdauerten sehr lange, seien aber teuer. Zudem sei Zehren sich nicht sicher gewesen, ob es rechtlich möglich sei, für eine Verstorbene zwei unterschiedliche Grabstätten auf dem Friedhof vorzuhalten.
Der Freudenburger Friedhofsstreit entbrannte, weil eine ehemalige Freudenburgerin nicht akzeptieren wollte, dass ihre Mutter nicht ihrem Letzten Willen gemäß im Grab ihres Ehemanns beigesetzt werden konnte. Dies scheiterte an einer Fristüberschreitung von rund drei Monaten. In dem mehr als zehn Jahre alten Reihengrab (Liegezeit: 25 Jahre) wäre die landesrechtlich geregelte Ruhezeit der Urne (15 Jahre) um diese Zeitspanne unterschritten worden. mai