Frisch, modern, überzeugend

Zum vierten Mal lud der Männergesangverein (MGV) "Lyra Ober emmel" am vergangenen Wochenende zum Chorfestival in die Oberemmeler Turnhalle. Stand der A-cappella-Abend am Freitag mit Pop und Spirituals unter modernen Vorzeichen, präsentierten sich die Ensembles am "bunten Chorabend" am Samstag deutlich traditioneller.

Konz-Oberemmel. (kbb) Dass die Stimme alleine auch ein beeindruckendes Musikinstrument sein kann, bewiesen vier Ensembles gleich zum Auftakt des zweitägigen Chorfestivals. Gänzlich ohne Begleitung intonierte das Ensemble "Choract" des MGV "Lyra Oberemmel" Pop-Evergreens wie "California Dreamin'" von "The Mamas and the Papas" oder Billy Joels Ballade "The Longest Time". Erfrischend präsentierte sich auch die Wittlicher Formation "Tapas Variadas". Die sieben Sängerinnen unter der Leitung von Ira Barwick präsentierten den Zuhörern mit dem Samba-Klassiker "Mas Que Nada" und Irving Berlins Swing-Standard "Puttin' on the Ritz" ein breites stilistisches Spektrum. Facettenreiche Präsentationen

Beeindruckend kompakt und zugleich facettenreich wirkten die rund 40 Sängerinnen und Sänger des Ensembles "Pop and Soul" unter der Leitung von Josef Thiesen zusammen. Die Formation, eine Kooperation der Gesangvereine aus Zeltingen und Rachtig, überzeugte die rund 300 Zuhörer mit Klassikern wie "Joshua fit the Battle of Jericho" oder "Oh Happy Day". Spritzig, humorvoll und modern war auch der "Chorschatten" aus Reinsfeld mit Melodien von Herbert Grönemeyer und einer Hommage an die - häufig unterschätzten - Bass-Sänger ("Probier's mal mit nem Bass").Nach dem A-cappella-Abend am Freitag präsentierten sich am Samstagabend weitere fünf Chöre aus der Region, darunter der gesamte MGV "Lyra Oberemmel", der mit Chor-Klassikern wie "La Montanara" oder "Herr, lasse mich dabei sein" überzeugte. Der Wittlicher Frauenchor "Rock Blu(e)s" brachte die Oberemmeler Turnhalle mit "Down Town" von Petula Clark und "My Cherie Amour" von Stevie Wonder in Stimmung. Klassisch wurde es mit dem MGV "Salmrohr 1907" und Ludwig van Beethovens "Freude schöner Götterfunken". Auch der MGV "Harmonie Schöndorf" blieb weitgehend deutschen Texten und Melodien treu und war mit "In Mondes Schimmer" oder "Niemals vergess' ich den Tag" am Start. Zusammen rundeten die Ensembles "Chorale Mixte Mertert" und der "Izeger Gesank" den Chorabend mit Spirituals wie "Go down Moses", "Deep River" sowie der Queen-Hymne "Bohemian Rhapsody" aus der Feder des 1991 verstorbenen Sängers Freddie Mercury ab.