Frostig in den Konzer Frühling

Der Frühling hielt sich gestern noch etwas zurück. Dennoch hatte der Tag in Konz etwas von einem Neuanfang. Das Stadtmarketing hat zum ersten verkaufsoffenen Sonntag sein Angebot um einen großen Markt auf zwei Plätzen erweitert.

Frostig in den Konzer Frühling
Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Frostig in den Konzer Frühling
Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Frostig in den Konzer Frühling
Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"

Konz. An einem Sonntag einfach die Geschäfte aufsperren und erwarten, dass die Kunden hereinströmen, funktioniert heute nicht mehr. Der Verein Konzer Stadtmarketing mit seinem Vorsitzenden Ernst Holbach hat sich deshalb mit Veranstaltungsprofi Christof Kramp zusammengetan. Gemeinsam haben sie einen Markt organisiert und mehr als 30 Stände aufgebaut. Hinzu kam eine Autoschau. Über den Sonntag hinweg hat der Stadtmarketingverein damit mehr als 4000 Besucher in die Konzer Innenstadt gelockt trotz der wenig frühlingshaften Temperaturen.
"Fast alle Geschäfte haben auf, auch die, die nicht bei uns Mitglied sind", sagt Vorsitzender Holbach. Die Zusammenarbeit mit einem Marktprofi sei notwenig gewesen, weil man sich um sein Geschäft kümmern müsse und den Markt sonst nebenbei organisieren müsste. Kramp achtete bei der Organisation auf Vielfalt. Er engagierte Liedermacher Achim Weinzen, statt nur Musik aus der Konserve abzuspielen. Und er holte Hobbykünstler mit ins Boot. So etwa Jutta Hopp aus Farschweiler, die vor Ort Osterkränze kreierte. Sie findet: "Das ist solch eine schöne Atmosphäre hier, und es gibt immer nette Gespräche."
Frank und Simone Haas aus Konz kamen mit ihren Zwillingen Luisa und Sofia (neun Monate) auf den Platz vor dem Rathaus. Ihrer Meinung nach liegt der Schwerpunkt zu sehr auf den Essensständen: "Es könnte noch etwas mehr Flohmarktatmosphäre geschaffen werden und vor allem mehr Attraktionen für Kinder."
Osterkunst boten Nicole Schüler und Birgit Schumacher aus Trassem an. Beide sind ebenfalls Hobbykünstlerinnen, die selbst bemalte Eier und Glaskunst verkaufen, Eier als Symbol für das Leben und Schmetterlinge für den Frühling.
Etwas gegen den gefühlten Frost bot Nicole Stein aus ihrer Brennerei den frierenden Besuchern: "Heute ist zwar Frühlingsanfang, aber halt nur auf dem Papier." Sie war schon häufiger auf Märkten, die von Christof Kramp organisiert waren, und ist von seinem Konzept überzeugt.
Der neue Betreiber der Buchhandlung Kolibri, Hermann-Josef Kramp, freut sich über den verkaufsoffenen Sonntag: "Die Leute sind neugierig und kommen auch in mein Geschäft." Die Stände seien besser angeordnet als früher, damals seien einige Geschäfte regelrecht zugestellt worden.
Als gutes Konzept lobt auch Besucher Herbert Pfirmann aus Konz den Markt: "Das kann aber alles durchaus noch größer werden."