Frühjahrsputz im Freilichtmuseum

Frühjahrsputz im Freilichtmuseum

Auch wenn im Winter die Zuschauerströme abnehmen, gibt es im Freilichtmuseum Roscheider Hof eine Menge Arbeit. Dann stehen für die sechs Museumsarbeiter und ihre Helfer Aufräumen, Renovieren und Umbauen auf dem Programm.

Konz. "Über mangelnde Arbeit brauchen wir uns wirklich nicht zu beklagen", sagt Museumsdirektor Ulrich Haas. Er sitzt in seinem Büro im Freilichtmuseum, vor sich ein Buch über Handtaschen. Derzeit bereiten seine Mitarbeiter eine Ausstellung über Reiseutensilien vor. Neben Handtaschen werden von kleinen Körben bis hin zu mächtigen Schrankkoffern historische Exponate fachgerecht ausgestellt. Zahlreiche Stücke warten auf ihre Entdeckung

Auf rund 4000 Quadratmetern zeigt die volkskundliche Ausstellung historische Kleinode längst vergangener Zeiten. Dazu kommen zahlreiche Magazine, in denen eine schier unüberschaubare Anzahl bislang nicht ausgestellter Museumsstücke auf seine Präsentation wartet. Werkzeuge, Haushaltswaren, ganze Kinobestuhlungen und weitere Zeugnisse unserer Vorfahren stapeln sich auf den weitläufigen Speichern des vor über 30 Jahren zum Museum umgebauten Gutshofes."Hier haben wir über 100 Zimmertüren, die wir in alten Häusern ausgebaut haben. Wenn wir mal eine brauchen, finden wir immer etwas Passendes", sagt Ulrich Haas und öffnet die Tür zu einem weiteren Speicherraum. Probleme bereiten Haas die undichten Dächer. Eimer und Bütten fangen Regentropfen auf. Tageslicht schimmert durch zahlreiche undichte Stellen. Eines der Dächer soll jetzt saniert werden. Mit den 20 000 Euro, die für jährliche Instandhaltungen eingeplant sind, können jedoch nur notdürftige Reparaturen und Instandhaltungs-Arbeiten durchgeführt werden. So sind die Museumsarbeiter beispielsweise damit beschäftigt, Malerarbeiten auszuführen, Fenster zu reparieren und Wände neu zu verputzen. "Die Häuser im Hunsrückweiler sind mittlerweile auch in die Jahre gekommen. Da fallen ständig Reparaturen an", schildert Haas. Im neu errichteten Schulhaus werden letzte Handgriffe erledigt. Im Wald- und Holzmuseum haben Arbeiter ein großes Loch in den Boden geschlagen, um eine tonnenschwere Gattersäge einzubauen. Aber auch die rund 22 Hektar große Außenfläche muss in Schuss gehalten werden. Hecken werden geschnitten, Bäume angepflanzt und Wege gesäubert. "Wir sind ständig bemüht, neue Ausstellungen und Exponate zu zeigen. Das erwarten auch viele unserer Besucher, die regelmäßig ins Museum kommen", sagt Ulrich Haas. Gut 60 000 Menschen haben im vergangenen Jahr den Weg auf den Roscheider Hof gefunden. Seit Jahren verzeichnet die heimatkundliche Ausstellung steigende Besucherzahlen. Viele Menschen im Rentenalter besuchen das Museum regelmäßig. Auch Schulklassen gehören zu den fleißigen Ausstellungsbesuchern. Zwar ist das Museum auch im Winter geöffnet. Bis zur offiziellen Saisoneröffnung am 16. März haben die Museumsarbeiter aber noch alle Hände voll zu tun.

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