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Füchse mit Räude: Was Hundehalter wissen sollten

Hundehalter aufgepasst : Füchse erkranken an „Räude“ - Kann auch für Hunde gefährlich werden

Im Landkreis Trier-Saarburg wurden vermehrt Füchse gesichtet, die von der Räude befallen sind. Hundehalter sollten deshalb in betroffenen Gebieten gut aufpassen.

Hundebesitzer im Bereich der Verbandsgemeinde Ruwer sind zur Vorsicht aufgerufen. Die Warnung ist aber auch wichtig für Hundebesitzer in weiter entfernten Gemeinden. Es besteht eine erhöhte Gefahr, dass Füchse die Räude auf den Hund übertragen.

In den vergangenen Wochen sind vermehrt Füchse mit Räudesymptomen im Bereich Ruwer gesichtet worden. Darüber informiert aktuell das Landratsamt Trier-Saarburg. Das bedeutet eine Ansteckungsgefahr für Hunde. Im Sprachgebrauch taucht das Krankheitsbild vor allem durch den Ausdruck „räudiger Hund“ auf. Diese Bezeichnung für ein verwahrlost aussehendes Tier mit schlechtem Fell geht direkt auf die sichtbaren Folgen der Räude zurück.

Was ist die Räude und welche Symptome zeigen Hunde?

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um einen Befall mit Milben. Bei Füchsen ist es speziell die Grabmilbe, die das Tier heimsucht und letztlich auch auf den Hund überspringen kann.

 Die Symptome der Erkrankung sind sowohl beim Fuchs als auch beim Hund klar erkennbar. Die Räude führt zu heftigem Juckreiz, auf den Fellverlust und weitere Hautveränderungen folgen. Bei Füchsen kommt es zu einem borkigen Aussehen der Haut und auch bei Hunden kommt es im späteren Verlauf der Erkrankung zu Hautverdickungen. Oft sind - neben dem Juckreiz - kleinere Pusteln und Schuppenbildung zu beobachten.

Die gute Nachricht für Hundebesitzer ist, dass sich die Räude, die der Fuchs durch Grabmilben überträgt, nicht dauerhaft auf anderen Tieren oder dem Menschen festsetzt. Vermehren können sich die Milben nämlich nur auf dem Fuchs, der ein Leben lang Träger dieser Erkrankung bleibt. Trotzdem sollten Hundebesitzer umgehend zum Tierarzt gehen, falls sie Symptome der Räude beim Hund entdecken. Die Erkrankung kann behandelt werden. Ohne Behandlung drohen dauerhafte Haut- und Fellschäden.

Wie wird die Räude vom Fuchs auf den Hund übertragen?

Die Übertragung der Räude geschieht in der Regel durch direkten Hautkontakt mit einem betroffenen Tier. Auf diese Art können die Milben auch von einem Hund auf den anderen überspringen.

Der Landkreis Trier-Saarburg informiert deshalb nach den Sichtungen in Ruwer über die Empfehlungen des Veterinäramts:

  • Halten Sie Ihren Hund von toten oder kranken Wildtieren ab. Leinen Sie ihn in Waldbereichen an.
  • Wenn Ihr Hund Juckreiz zeigt, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.
  • Wenn Sie Hunde oder Katzen draußen füttern, entfernen Sie Futterreste immer sofort. Lassen Sie keine Futterreste im Freien stehen, denn damit locken Sie Wildtiere an.
  • Das gilt auch für den Kompost. Entsorgen Sie dort keine Essensreste.
  • Wenn Sie tote oder kranke Füchse finden, informieren Sie die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter.

Erkrankte Füchse tauchen oft in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf, da sie dort leichter an Nahrung gelangen. Es besteht daher die Gefahr, dass Hunde auch in städtischen Gebieten einem Fuchs mit Räude begegnen.

Sind auch Menschen und andere Haustiere im Bereich Ruwer gefährdet?

Durch Hautkontakt kann die Räude auch auf den Menschen überspringen. Der Hund ist somit selbst ein potentieller Überträger. Ähnlich wie beim Hund können die unangenehmen Symptome auch beim Menschen behandelt werden. Die Übertragung auf andere Haustiere ist ebenfalls möglich.