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Führungswechsel beim Förderverein fürs Hermeskeiler Feuerwehrmuseum

Führungswechsel beim Förderverein fürs Hermeskeiler Feuerwehrmuseum

Udo Moser steht nicht mehr an der Spitze des Fördervereins für das rheinland-pfälzische Feuerwehrmuseum in Hermeskeil. Beim jüngsten Mitgliedertreffen des Vereins hat sich der frühere Stadtbürgermeister, der wegen der Mehrkosten beim Museumsbau in die Kritik geraten war, nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender gestellt. Stattdessen übernimmt der bisherige Vize Christoph Unger den Posten.

Unger wurde ebenso wie der Rest-Vorstand einstimmig gewählt. Der circa 100 Mitglieder starke Förderverein ist mit seinen ehrenamtlichen Helfern für den Betrieb der im April eröffneten Ausstellung zuständig.
Udo Moser (Bürger für Bürger) war im Sommer nicht mehr als Stadtbürgermeister wiedergewählt worden. Zuvor hatte er dieses Amt in Personalunion mit dem Vorsitz im Förderverein inne. Nun hatte er nicht mehr für diesen Posten im Förderverein kandidiert. Das begründete Moser in einer Pressemitteilung des Vereins so: "Ich bin eine Reizfigur in dem gesamten Geschehen. Es trifft aber den Förderverein und das Museum." Durch seinen Verzicht auf eine Wiederwahl könne der Förderverein "entpolitisiert so positiv weiterwirken wie bisher", so Moser.

Sein Nachfolger Unger betonte, dass der Förderverein Mosers Entscheidung respektiere, sie aber bedaure. Der Verein habe immer gut mit ihm zusammengearbeitet. Unger betonte weiter, dass das Museum mit bislang rund 6700 Besuchern gut angenommen wird. Für die Mehrkosten beim Bau könne man nicht die Museumsmitarbeiter verantwortlich machen. Vor etwa einem Monat war bekannt geworden, dass die Kosten für das Museum um weitere 450000 Euro gestiegen sind und es damit insgesamt 4,8 Millionen Euro gekostet hat.

Nach Auffassung von Unger und des neue Stadtbürgermeisters Mathias Queck (CDU) liegt es im gemeinsamen Interesse von Stadt und Förderverein "nach vorne zu schauen und dafür zu sorgen, dass das Museum ein Erfolg wird." Queck bewertet es als positiv, dass der Förderverein nun einen "relativ unpolitischen Vorstand" hat.
Dass Moser früher in Personalunion Stadtbürgermeister und Fördervereinsvorsitzender war, "habe ich nie gut gefunden", so Queck auf Anfrage von volksfreund.de