Fünf Sterne am "Weinhimmel"

KONZ. Für das Weingut Ökonomierat Adolf Schmitt aus Konz-Filzen gehören Prämiierungen seiner Saar-Rieslinge nahezu zum täglichen Geschäft. Aus 1200 Weinen wurde sein "2004er Filzener Urbelt Riesling S" von 150 Juroren als "herausragender" Sommerwein mit fünf Sternen bedacht.

Nur noch ein weiterer - aus dem Rheingau stammender - von rund 1200 angestellten Weinen bekam ebenfalls diese höchste Note. Das renommierte Fachblatt "Selection - das Forum für Genießer" hatte zu diesem großen internationalen Weinwettbewerb geladen, der streng nach den Regeln der OIV (Organisation Internationale de la Viticulture) abläuft. Bewertet wird dabei nach dem international üblichen 100-Punkte-System, an dessen Ende die Umrechnung in "Sterne" steht: fünf Sterne für "herausragend", vier für "ausgezeichnet", drei für "sehr gut" und zwei Sterne für "gut". Gesucht wurde nach den typischen Sommerweinen für - so die Selection - "eine laue Sommernacht der Zweisamkeit, als Durststiller zur Open-air-Gartenparty, einfach zum Genießen in der kühlen Abendluft auf der Terrasse oder zum geselligen Grillen unter bunten Lampions". Dreimal Note "ausgezeichnet"

Sommerweine - das sind leichte, bekömmliche Weine mit feinen Aromen, die jung und frisch getrunken werden und keinesfalls durch hohen Alkoholgehalt belasten sollen. Da Alkohol ein Geschmacksträger ist, sollte laut "Selection"-Fachautor Klaus W. Grundstein "ein Mindestalkoholgehalt von zehn Volumenprozent nicht unter-schritten werden". Ein Sommerwein soll eben nicht "satt", sondern "Lust auf mehr" machen. Drei Riesling-Weine von der Mosel wurden mit der Note "ausgezeichnet" (90 bis 94 Punkte) eingestuft: ein 2004er Trittenheimer Altärchen Riesling Kabinett trocken vom Weingut Franz-Josef Eifel, Trittenheim, ein 2004er Zeller Petersborn-Kabertchen Riesling S, Mosel Weinberg Aktiengesellschaft Trier sowie ein 2005er Kallfelz Riesling Finesse halbtrocken vom Weingut Albert Kallfelz, Zell-Merl. 20 weitere Sommerweine von Mosel, Saar und Ruwer - neben Riesling auch Rivaner, Elbling und Weißburgunder - beurteilte die Jury mit der Note "sehr gut" (85 bis 89 Punkte), sieben erhielten die Note "gut" (80 bis 84). Adolf Schmitt, Präsident der Weinbauregion Mosel-Saar-Ruwer, lange Zeit neben seinen mit dem Weinbau verbundenen Ämtern auch Ortsvorsteher von Konz-Filzen, hat sein vom Vater ererbtes Weingut mittlerweile an seine Tochter Andrea übergeben, die ihn schon seit vielen Jahren tatkräftig bei der Bewältigung aller mit Weinbau und -vermarktung verbundenen Aufgaben unterstützt hat. Am 18. November wird Trier mit der Austragung eines Wettbewerbs der besonderen Art glänzen können. Dann gibt es in der "Arena" den Wettbewerb um den Titel der 20 besten Rieslinge der Welt: In einer Blindprobe stimmen 1100 Juroren über die Vergabe der Titel ab.

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