Für die Zukunft gut aufgestellt ohne Pilotprojekt

Fisch · Der Ortsgemeinderat der Saargau-Gemeinde will nicht am Pilotprojekt nach dem Vorbild von Mannebach teilnehmen. Attraktivität und Lebensqualität sind hier jetzt schon sehr hoch, so die einhellige Meinung. Das Bestreben, beides weiter zu steigern, spiegelt sich im Investitionsprogramm wider.

Auf dem Dorfplatz in Fisch sollen sich Wanderer und Pilger erholen können. Für die Gestaltung braucht der Ortsgemeinderat allerdings Zuschüsse. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"

Fisch. Ortsbürgermeister Otmar Wacht gibt bekannt: "Die Ortsgemeinde Fisch hat nach langen, internen Beratungen beschlossen, sich nicht am Pilotprojekt Saarburger Modell zu beteiligen." Auf Nachfrage des TV sagt der Ortschef fest: "Unser Dorf ist bereits sehr rege. Mit gut geführten Vereinen sind wir auf einem eigenen Weg."
Vor mehr als einem Monat bekam der Ortsgemeinderat Besuch von Bernd Gard, der Mannebach bereits in eine sorgende Dorfgemeinschaft verwandelt hat, und jetzt für das Pilotprojekt wirbt. Die Entscheidung war vertagt worden (der TV berichtete). Wie sehr Fisch bereits auf dieser Linie fahre, zeige sich im Investitionsplan für die nächsten beiden Jahre. Rund 121 000 Euro sollen in die Infrastruktur fließen.
Da seien zunächst der Plan, den historischen Dorfplatz in eine Raststation für Pilger auf dem Jakobsweg zu verwandeln, der direkt hier vorbeiführt, hieß es. 160 000 Euro sollen der dazu nötige Pavillon, eine Frischwasserleitung, der Umbau des Brunnens und eine Toilettenanlage kosten. "Davon kann man 70 000 Euro an Eigenleistung abziehen", sagt Ortschef Wacht, der sich beim Anpacken auf seine Fischer Mitbürger verlassen kann. Ganz wichtig ist ihm, an dieser historischen Stelle Selbstvermarktern die Gelegenheit zu geben, ihre Produkte den Kunden direkt anzupreisen, ob Pilger oder nicht.
Ein Lern- und Erlebnispavillon soll im Dorfpark Lebensfluss eingerichtet werden, ob für die Kleinen aus der Kita oder nicht mehr ganz so kleine Menschen, die Natur und Umwelt intensiv erleben wollen. Rund 25 000 Euro wird das kosten, wobei bereits 9000 Euro vom Kreis zugesagt sind. Vorschläge, welches Wissen wie vermittelt wird, soll von der Kita erarbeitet werden.
"Das wertet den Lebensfluss weiter auf, und es kommt noch mehr Leben in diesen Park", sagt Wacht. Bereits jetzt seien die Kleinen oft in diesem Park, als Anschauungsobjekt und auf dem dortigen Spielplatz.
Als drittes Projekt zählt Wacht eine neue Buswartehalle am Ortsausgang Richtung Söst auf, die 6000 Euro kosten wird. "Weitere Kosten fallen nicht an, denn wir bauen das selbst auf", weiß der Ortschef.
Damit der Rest der Welt möglichst viel von Fisch erfährt, geht eine neu gestaltete Internetseite Anfang nächsten Jahres online. Einfache Bedienung, viel Information über die Viezregion, die Selbstvermarkter und die Vereine sind dann jederzeit abrufbar. doth