1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Für Regulierung der Nilgänse, gegen Verteufelung der Tiere

Für Regulierung der Nilgänse, gegen Verteufelung der Tiere

"Nilgänse zum Abschuss freigegeben" lautete vergangene Woche die Überschrift über einem Foto einiger erwachsener Exemplare dieser Vögel im TV. Leser Egon Sommer aus Tawern möchte dem etwas entgegensetzen.

Saarburg/Konz. Die Bildüberschrift "Nilgänse zum Abschuss freigeben" (TV vom 2. August) hat Leser Egon Sommer geärgert. "Muss man das in dieser Art und Weise kolportieren? Wer kann ausschließen, dass diese Freigabe nun besonders besorgte Bürger zu Privatjagden auf die recht ansehnlichen und schönen Tiere anstachelt?", fragt der Mann aus Tawern. Seit 2013 dürfen Nilgänse in Rheinland-Pfalz gejagt werden, sie haben sich laut Landesjagdverband in den vergangenen Jahren stark vermehrt.
Generell spricht sich Sommer nicht gegen die Tötung der Tiere aus. Er sagt: "Es mag sein, dass die seit etwa 300 Jahren in Westeuropa lebende Art sich dank fehlender natürlicher Feinde, abgesehen vom Menschen, weiter vermehren wird. Kaum jemand wird deshalb ernsthaft die Regulierung der Population in Frage stellen. Das sollte aber nach jagdlichen Regeln und den Vorstellungen des Naturschutzbundes entsprechend erfolgen." Für den Nabu ist die Jagd legitim, wenn die Gänse nach dem Abschuss gegessen werden und keine Alttiere mit abhängigen Jungvögeln erlegt werden.
Auch mit dem folgenden Satz im TV-Beitrag ist Sommer nicht einverstanden: "Die aus Afrika stammenden Nilgänse hinterlassen auf Liegewiesen entlang der Flüsse oft ihren Kot, laufen Joggern in den Weg und machen sich sogar im Schwimmbad breit." Sommers ironischer Kommentar: "Man stelle sich diese abgründigen Gegebenheiten vor!"
Andere Sicht auf Gänse


Er will mit seinem Foto, das er am Saarufer nahe der Lambertusbrücke bei Saarburg geschossen hat, eine "andere, bessere Sicht auf diese schönen und eher zutraulichen Tiere vermitteln" (siehe oben). Weder daneben stehende Angler noch er als Radfahrer seien durch die Tiere in Gefahr geraten, sagt Sommer. Auch Kot sei ihm nicht aufgefallen. Überhaupt habe er bislang keinen Menschen getroffen, der sich nicht an den Tieren erfreut, geschweige denn eine Gefahr in ihnen erkannt habe.mai