"Ganz großes Kino" dank talentierter Gymnasiasten

"Ganz großes Kino" dank talentierter Gymnasiasten

Mehrere musikalische Ensembles des Gymnasiums Hermeskeil haben sich mit ihrem schon traditionellen Wandelkonzert in die Ferien verabschiedet.

Hermeskeil Erst das Orchester, dann die Schulband und danach die Musical-AG. Und das im Musiksaal, auf dem Schulhof und zuletzt in der Schulturnhalle zeitlich eng getaktet. Denn das ist der Clou der "Musikalischen Sommernacht" des Gymnasiums Hermeskeil. Schüler beweisen ihr Können in einer Art fliegendem Wechsel auf verschiedenen Bühnen, wobei Einzelne schon mal als Multi-Talente herausragen.
So spielte etwa Marah Menth nicht nur im Schulorchester, das Klassiker internationaler Filmmusik präsentierte, mit. Als die Schulband antrat, um "Skyfall", das finale Orchesterstück, zu begleiten, legte sie ihre Geige beiseite und schlüpfte in die Rolle von Sängerin Adele, die das Titellied des James-Bond-Films sang. Eine "Spitzenleistung", wie Zuhörer Michael Zöllner fand, der das, dem Riesenapplaus nach zu schließen, nicht alleine so sieht.
Mario Düpre, der das Orchester leitet, ist daher stolz auf die Hermeskeiler Gymnasiasten, die sich solchen Herausforderung stellten und sie bravourös meisterten. Und auf den Nachwuchs. Im Orchester wie in der Schulband Hitzefrei mit Leiterin Anne Leidinger spielten schon Fünft- und Sechstklässler mit. Ein beachtliches Engagement neben dem regulären Unterricht. Alles andere als selbstverständlich ist für ihn aber auch die musikalische Unterstützung "Ehemaliger", Schüler wie Lehrer, und von Freunden. Wenn es ihnen nur irgendwie möglich sei, verstärkten sie die Ensembles, auch wenn sie dafür aus Freiburg anreisen müssten: "Das ist wie ein großes Familientreffen."
Ebenso selbstverständlich spielten die Abiturienten bei dem Wandelkonzert mit seiner mehr als zehnjährigen Tradition noch einmal mit.
In diesem Jahr bestritten etwa 110 Schüler das Programm. Darunter 35 der Musical-AG der fünften bis neunten Klassen. Unter musikalischer Leitung von Christian Kiefer führten sie "Odysseus" auf, ein Musical des Kieler Musikpädagogen und Chorleiters Wulf-Henning Steffen, das von den Irrfahrten des gleichnamigen griechischen Helden handelt. Die Tänze des Musicals studierte Desiree Junkes mit den Schülern ein, die darstellerischen Szenen Christina Hoffmann.
Wer es im Vorfeld etwas bedauerte, dass ein harmonischer musikalischer Abend tragisch enden sollte, sah sich positiv überrascht. Denn die Schüler bewiesen, dass die Geschichte auch glücklich ausgehen kann.
Von den Besuchern gab es durchweg gute Noten.
Michael Zöllner lässt sich seit Jahren keines der Konzerte entgehen: "Weil's einfach Spaß macht. Die Nachwuchsmusiker zeigten tolle Leistung - und auch mal ganz großes Kino", betonte er mit Blick auf Marahs Solo.
Thomas Eiden, ebenfalls aus Hermeskeil, begrüßt es sehr, dass die Schule ihre große Bandbreite musikalischen Könnens demonstriert: "Die einzelnen Ensembles finde ich richtig gut."

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