Ganz Nittel feiert Adolf Stüber

Bewegende Momente gab es in der Nitteler Pfarrkirche St. Martin anlässlich des 50. Jahrestages der Priesterweihe von Pastor Adolf Stüber: Die Gemeinde feierte ihren Pastor, der jetzt fast 20 Jahre lang in Nittel wirkt, mit lang anhaltendem Beifall.

Nittel. (jbo) Im Dankamt zum 50. Priesterjubiläum von Pfarrer Adolf Stüber wurde die Arbeit des ruhigen und bescheidenen Mannes, der seinen Beruf und seine Berufung stets wichtiger nimmt als sich selbst, ausgiebig gewürdigt. In der Heiligen Messe, gestaltet von Kindergarten und Kirchenchor, wurde Pastor Stüber als ein Mann geschildert, der stets in unermüdlicher Pflichterfüllung seelsorgerisch tätig ist und mit seiner humorigen Art bei den Gemeindemitgliedern sowie den kirchlichen Gremien äußerst beliebt ist.

Nach der Messe begleiteten mehrere hundert Nitteler "ihren" Pastor auf dem Weg von der Kirche zum Bürgerhaus. Dort feierte die Nitteler Bevölkerung mit Pastor Stüber das besondere Jubiläum. Da der Jubilar auf persönliche Geschenke verzichtet hat, wurde großzügig für die Renovierung der Kölliger St.-Rochus-Kapelle gespendet.

In den Ansprachen wurde deutlich, wie sehr sich der "Herr Pastor", wie er von seinen vollzählig anwesenden Messdienern respektvoll genannt wird, um das kirchliche Leben verdient gemacht hat. Der Onsdorfer Ortsbürgermeister Johann Steffes dankte dem Pfarrer dafür, dass er im zur Nitteler Pfarrgemeinde gehörenden Onsdorf nach wie vor fast jeden Sonntag eine Messe abhalte.

In die gleiche Kerbe schlugen Hans-Josef Wietor, Ortsbürgermeister von Nittel, und der Kölliger Ortsvorsteher Dieter Friedrich. Sie erwähnten besonders, dass Pastor Stüber unter anderem mit der Wiederbelebung lokaler Traditionen viel für das kirchliche Leben in der Gemeinde getan habe. Zwischendurch sorgten Kinder der Grundschule Nittel mit witzigen Gedichten für großes Gelächter im übervollen Nitteler Bürgerhaus.

Nachdem der Männergesangverein Nittel/Wincheringen mit einem kraftvollen "Das ist der Tag des Herrn" dem Jubilar seine Referenz erwies, erzählte der ehemaliger Nitteler Ortsbürgermeister Karl-Heinz Frieden in seinem Grußwort, dass Pastor Stüber prominente Messdiener zur Seite standen: in Stübers Zeit in St. Martin in Trier diente Horst Köhler alias Guildo Horn, in Nittel die deutsche Weinkönigin 2000/2001, Carina Dostert.

Pastor Stüber verriet in seiner Dankesrede sein "Erfolgsgeheimnis", warum es ihm gelinge, trotz der anstrengenden Arbeit stets ruhig und gelassen zu bleiben: "Man darf sich selbst nicht so wichtig nehmen."

Nach den Reden gratulierten zahlreiche Bürger dem wahrscheinlich letzten Nitteler Pfarrer. Denn nach Vollendung der Umstrukturierung der Pfarrbezirke im Dekanat Konz-Saarburg wird die Nitteler Pfarrei zukünftig vom Tawerner Pfarrer Jörg Dunsbach übernommen. Alina Kowalczyk-Barbara ist jetzt schon traurig: "Heute feiern wir in Nittel noch täglich die Heilige Messe. Das wird es wohl nicht mehr geben, wenn Pastor Stüber bald in den endgültigen Ruhestand gehen wird."