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Gartenexpertin Heike Boomgaarden lobt bei der 25. Staudenbörse in Grimburg den Arbeitskreis Ortsgestaltung - und unterbreitet einen kreativen Vorschlag.

GRIMBURG : „Ihr Grimburger seid ökohuman!“

Gartenexpertin Heike Boomgaarden verteilt beim Festvortrag zur 25. Staudenbörse viel Lob – und unterbreitet einen kreativen Vorschlag.

Wenn in Grimburg Staudenbörse ist, stellen die Wolken sogar das Weinen ein. Zur 25. Auflage kamen rund 1000 Nutzer von Stauden – den Pflanzen, die man teilen kann, und die im Garten effektive Ökosysteme bilden.

Wie das alles zusammenhängt, hat Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden in einem Vortrag erklärt. „Sie wollte ich schon lange nach Grimburg holen“, freut sich Gisela Ostermann vom Arbeitskreis Ortsgestaltung, der die Staudenbörse eingeführt hat und mit dem Erlös das Dorf verschönert.

Staunend hören rund 50 Gartenfreunde etwas über „Zauber- und Hexengärten“ und die Erklärung, dass Hexana von der Wortbedeutung her den Übergang zwischen realer und spiritueller Welt beschreibt. „Was sie hier schon 25 Jahre lang praktizieren, wird anderswo in Deutschland gerade wiederentdeckt“, beglückwünscht Boomgaarden den Grimburger Arbeitskreis. Über die Staudenbörse werde die Vielfalt des Lebens in die Gärten zurückgeholt – im Gegensatz zu den Steingärten, die Leben verbannten. „Pflanzen kühlen im Sommer, Steine nicht.“ In Grimburg werde die Tür zur Natur wieder geöffnet. „Im Garten arbeiten heißt angesichts des Klimawandels, für die Zukunft zu arbeiten.“ Stauden hielten den Boden feucht, böten den Insekten Nektar und die Möglichkeit zu überwintern.

„Ihr Grimburger seid ökohuman“, sagt die bestens gelaunte Gartenfrau lachend und gibt noch einen Tipp: „Stellt doch anstelle eines Bücherschrankes einen Saatgutschrank auf! Das dient der Arterhaltung.“

Rund 2000 Euro sind bei der Staudenbörse zusammengekommen. „Wir wünschen uns eine Überdachung des Dorfplatzes“, verrät Gisela Ostermann. An der Umsetzung werde sich der Arbeitskreis finanziell beteiligen.