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Geburtstagsempfang der Feuerwehr Kell: Mit Handpumpe und Löscheimern fing alles an

Feuerwehren : 90 Jahre Feuerwehr Kell: Mit Handpumpe und Löscheimern fing alles an

Die Feuerwehr Kell gibt es seit 90 Jahren. Zum Start ins Jubiläumsjahr haben die Mitglieder am Samstag einen Geburstagsempfang gefeiert.

Die Brandschützer in Kell haben etwas zu feiern: Die Feuerwehr wird in diesem Jahr 90 Jahre alt, die Einheit des jugendlichen Nachwuchses wurde vor 45 Jahren gegründet. Um dies gebührend zu würdigen, haben die Feuerwehrleute ein Festprogramm für das Wochenende 5./6. Mai auf die Beine gestellt. Sozusagen schon ein wenig vorgefeiert wurde am Samstagabend beim Geburtstagempfang im Keller Feuerwehrhaus, der den Start ins Jubiläumsjahr markierte. Neben Wehrführer Helge Schmitt zählten unter anderem Ortsbürgermeister Markus Lehnen und Martin Alten, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kell am See, zu den Gratulanten. Ebenso waren Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Winkler, VG-Wehrleiter Torsten Marx, Frank Zühlke vom Landesverband, Kreisfeuerwehrwart Claudia Krütten und viele Vertreter der kommunalen Politik unter den Gästen. Auch eine Delegation der Feuerwehr aus Kell bei Andernach war zum Jubiläum gekommen.

Ein Dank des Wehrführers ging an Ex-Bürgermeister Werner Angsten, der sich laut Schmitt „immer für die Feuerwehr eingesetzt“ habe. Viel habe sich bewegt in den vergangenen 90 Jahren. 1928 war die Keller Wehr durch Initiative des damaligen Amtsbürgermeisters Butteberg gegründet worden. Damals habe die erste Ausrüstung aus einem Schlauchkarren mit einem sogenannten Hydrantenstock, einem passenden Schlüssel, einem Verteiler, einer fahrbaren Handpumpe und einigen Löscheimern bestanden. Bei dem damaligen Spritzenhaus habe es sich um einen ehemaligen Schafstall gehandelt, einem Gebäudeteil des Pfarrhauses.

Der folgenschwerste Brand in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kell ereignte sich im Sommer 1948, als auf dem heutigen Parkplatz vor der Kirche eine Baracke in Flammen aufging und dabei fünf Bewohner starben.

Genau halb so lang wie die Truppe der Erwachsenen gibt es inzwischen die Keller Jugendfeuerwehr, die am Samstag ebenfalls mitfeierte. Vor 45 Jahren wurde sie durch den damaligen Wehrführer, Ferdi Heib, und den Jugendwart Kurt Waschbüsch mit sechs Mitgliedern gegründet. Die Zahl stieg schnell. Immer wieder habe es aber auch Flauten gegeben, berichtete der Wehrführer. „Es ist in der heutigen Zeit schwer, Jugendliche an irgendetwas fest zu binden“, sagte Schmitt. Ferdi Heib erinnerte sich. „Als ich damals Wehrführer wurde, hatten wir insgesamt nur 17 Feuerwehrleute. Nachwuchs musste her.“ Heib übernahm die Initiative und gründete die erste Jugendwehr im Landkreis Trier-Saarburg.

Anlässlich des Geburtstagsempfangs sprach Bürgermeister Martin Alten einige Beförderungen aus (siehe Info). Das Quintett des Musikvereins „Concordia“ Kell am See umrahmte die Veranstaltung musikalisch.