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Gegen Windkraft-Kritik der CDU

Waldweiler/Schillingen. Der Windkraft-Streit in der Verbandsgemeinde (VG) Kell geht weiter: Waldweilers Ortschef Manfred Rauber (SPD), dessen Gemeinde zusammen mit den Nachbarn aus Weiskirchen Räder auf dem Teufelskopf/Schimmelkopf aufstellen will, wehrt sich dagegen, dass Schillingens Ortschef Markus Franzen den Saarländern ein "falsches Spiel" vorwirft. Das "falsche Spiel" betreibe die Keller VG-CDU, so Rauber.

Waldweiler/Schillingen. "Die Keller CDU-Fraktion weiß nicht, was sie will und verbreitet bewusst Polemik und Verunsicherung in der Bevölkerung." So reagiert der Waldweilerer Ortsbürgermeister Manfred Rauber (SPD) auf die Äußerungen von Markus Franzen im TV vom 15. Februar. Der Schillinger Ortschef hatte namens der CDU-Fraktion erklärt, warum diese sich in der jüngsten VG-Ratssitzung gegen Windräder in der Naturpark-Kernzone ausgesprochen habe. Dadurch habe man sich gegen ein "falsches Spiel" der saarländischen Gemeinde Weiskirchen gewehrt. Diese Aussage will Rauber so nicht stehen lassen. Waldweiler und Weiskirchen planen zusammen einen Windpark im Bereich Teufelskopf/Schimmelkopf.
Der SPD-Politiker weist darauf hin, dass die CDU noch vor einem Jahr mitgestimmt habe, dass auch der Teufelskopf als möglicher Standort im Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) berücksichtigt wird. Dieser Beschluss sei unter der Voraussetzung gefasst worden, dass Weiskirchen auf dem Schimmelkopf Windräder baut und somit eine Vorbelastung gegeben ist, so Rauber. Er wirft Franzen vor, dass er die Tatsachen verdrehe. "Dass die Saarländer angeblich behauptet hätten, dass in unserer VG am Teufelskopf ohnehin Windräder gebaut würden, ist unwahr und völlig aus der Luft gegriffen", so Rauber.
Die Weiskircher hätten schon vor Monaten ihren eigenen FNP geändert und den Schimmelkopf für die Nutzung von Windenergie ausgewiesen. Diesen Beschluss hätten sie gefasst "ganz egal, was auf rheinland-pfälzischer Seite passiert oder nicht", so Rauber. Im Übrigen hätten die Saarländer die Rodungsarbeiten inzwischen bereits abgeschlossen und erwarten spätestens im Sommer die Baugenehmigung für ihre vier Räder. Insofern "kann man sicher sein, dass die Weiskircher mit oder ohne Zustimmung der Keller CDU ihre Windräder am Schimmelkopf positionieren werden", betont Rauber. Angesichts dieser Ausgangslage stellt sich für ihn die Frage, warum die Keller CDU den, wegen der Windhöffigkeit am besten geeigneten Standort in der VG, verhindern will, obwohl die Waldweilerer und ihre Projektpartner der VG ein "lukratives Angebot" gemacht haben und sie an den Einnahmen beteiligen will, so Rauber. ax