Stadtentwicklung Saarburg: Geld für Barrierefreiheit, Baugebiet und Burg

Stadtentwicklung Saarburg : Geld für Barrierefreiheit, Baugebiet und Burg

Die Stadt Saarburg verfolgt mit dem aktuellen Haushalt einige Langzeitprojekte weiter wie die Umgestaltung des ehemaligen Kasernengeländes zu einem Wohngebiet und den barrierefreien Anschluss des Bahnhofs an die Stadt.

Die Stadt Saarburg plant, in diesem Jahr rund sieben Millionen Euro zu investieren. So steht es im neuen Haushaltsplan, den der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen hat. Das Geld fließt dabei in Projekte, die in Saarburg schon seit ein paar Jahren Thema sind wie den Stadtumbau Beurig, die Konversion des ehemaligen Kasernengeländes im gleichen Stadtteil und das Aufhübschen der Burganlage. Zur Finanzierung muss die Stadt laut Plan Kredite in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aufnehmen, was Kämmerer Hans-Jürgen Becker als „richtig gute Quote“ bezeichnete.

Die roten Zahlen im Finanzhaushalt erklärte Becker mit den Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne de Lattre, die in den Vorjahren von der nun aufgelösten Entwicklungsgesellschaft Saarburg in Auftrag gegeben worden waren. „Das Geld fließt wieder zurück“, kommentierte Stadtbürgermeister Jürgen Dixius.

Ein Überblick über die wichtigsten Investitionen:

Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Beurig ist der fußgänger-, fahrrad- und behindertengerechte Umbau der Unterführung vom Bahnhof zur Brückenstraße in diesem Jahr mit 800 000 Euro veranschlagt. Für den Abriss des einstigen Toom-Gebäudes, an dessen Stelle ein Hotel gebaut werden soll, sind im Rahmen des Förderprogramms 400 000 Euro vorgesehen, für die Gestaltung des Bereichs Kirtel 220 000 Euro.

Die Saarburg-Terrassen – das auf dem ehemaligen Kasernengelände geplante Neubaugebiet mit Mehrfamilienhäusern, freistehenden Einfamilienhäusern und Reihenhäusern – stehen mit 330 000 Euro im Plan. Dixius sagte: „Wir haben Partner  für die bauliche Umsetzung gefunden.“ Die Nachfrage nach Bauland sei weiter groß.

Für die Burg sind touristische Aufwertung, barrierefreier Zugang und die Erneuerung der Strahler an Burg und Wasserfall vorgesehen (zusammen 255 000 Euro). Auch die historische Stadtmauer wird teilweise saniert (352 000 Euro).

Der Ausbau von Straßen (Boorwiese, Schadaller Straße, Kirchstraße, Bergstraße in Kahren, Am Ehrenmal/Schulstraße und Straße am neuen Edeka im einstigen Kasernengelände) schlägt im neuen Haushalt mit rund zwei Millionen zu Buche. Die Ausgaben für Erwerb und Gebäudeabriss am Parkplatz Hagen belaufen sich laut Plan auf 403 000 Euro, für den Parkplatz B 407 an der Stadtausfahrt Beurig sind 315 000 Euro reserviert.

Das Umrüsten der Straßenbeleuchtung in der Kernstadt und den Stadtteilen Kahren und Krutweiler, das Saarburg 300 000 Euro kosten wird, hatte der Stadtrat noch in der gleichen Sitzung beschlossen. Demnach werden 829 Lampen auf LED-Technik umgestellt. RWE hatte diese Möglichkeit eingeräumt, nachdem die Stadt 2016 einen neuen Vertrag mit dem Unternehmen geschlossen hatte. Der Austausch der Leuchtmittel soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnen und im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden.

Für den barrierefreien Zugang zur Bergstation der Sesselbahn sind im aktuellen Haushalt 150 000 Euro veranschlagt. Für das Porjekt gibt es Fördermittel, weil die Saar-Obermoselregion als Modellregion für barrierefreien Tourismus anerkannt ist. Die Außenterrasse des Stadiongebäudes im Kammerforst soll für insgesamt 340 000 Euro überdacht werden, wofür in diesem Jahr 120 000 Euro veranschlagt sind.

Auch in die Kindertagesstätten der Stadt Saarburg (Sankt Laurentius, Sankt Marien und Blümchesfeld) wird weiter investiert (zusammen 124 000 Euro). Die Stadt will zudem das Außengelände der früheren Kita am City-Parkplatz zu einem Mehrgenerationenplatz umgestalten (150 000 Euro). Das einstige Kitagebäude selbst wird zum Haus der Vereine (15 000 Euro). Zum letztgenannten Punkt machte die SPD kritische Anmerkungen (siehe Info). Einen Ort für Vereine begrüßen die Sozialdemokraten allerdings auch.

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