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Geld für das Bürgerhaus gibt's erst im nächsten Jahr

Geld für das Bürgerhaus gibt's erst im nächsten Jahr

Die Kirch- und Zuckerbergstraße sowie das Bürgerhaus in Ayl sind sanierungsbedürftig. Mit Fördermitteln kann die Gemeinde so bald nicht rechnen. Doch der Zahn der Zeit nagt weiter. Der Ortsgemeinderat braucht Geduld.

Ayl. Der Putz blättert ab am Gemeindehaus in Ayl. Lange, braune Streifen sind an der Fassade zu sehen. In der Kirch- und Zuckerbergstraße zeigen sich in der Fahrbahn immer mehr Risse. Die Schlaglöcher sind unübersehbar, Sanierung tut not.
"Das Gemeindehaus muss von oben bis unten saniert werden", sagt Ortsbürgermeister Siegfried Büdinger. Das sind Kosten von fast 130 000 Euro, für es in diesem Jahr keinen Zuschuss der Landesregierung aus dem Dorferneuerungsprogramm gab. Der Ortsgemeinderat will im nächsten Jahr erneut einen Antrag stellen. "Eventuell sind dann die Kosten gestiegen und wir müssen einen Planer neu rechnen lassen", bedauert der Ortschef.
Nicht ganz so einfach ist das bei der Sanierung der Kirch- und Zuckerbergstraße.
Vollsanierung mit Beitragserhebung für Anlieger oder nur die Fahrbahndecke erneuern? Diese beiden Möglichkeiten unterscheiden sich in den Kosten erheblich, zumal die Anlieger meist Ortsgemeinde und Kirchengemeinde heißen.
Büdinger hat schon mal einen Planer durchrechnen lassen, was die reine Fahrbahnerneuerung kosten würde: Von der Trierer Straße bis zur Kirche 17 800 Euro, von der Kirche bis Auf Temmelt 20 000 Euro und von der Kirche bis zur Einfahrt in die Gartenstraße 8100 Euro.
"Ein Vollausbau kostet nicht nur ein Vielfaches, ein Zuschuss dafür steht außerdem in den Sternen", macht Büdinger deutlich. Auch Ratsmitglied Uwe Maximini warnte vor erheblichen Mehrkosten bei einem Vollausbau.
Erschwerend kommt hinzu, dass in diesen Straßen von den Verbandsgemeindewerken neue Kanäle und Wasserleitungen verlegt werden sollen. "Das muss zuerst passieren, bevor wir die Straße erneuern", so der Hinweis von Ratsmitglied Johannes Minn. Es müsse ferner von der Beitragsabteilung der Verbandsgemeinde geprüft werden, so seine Forderung, ob bei der Erneuerung der Verschleißschicht der Straße nicht doch Beiträge der Anlieger fällig werden.
Der Rat beschloss, engen Kontakt zu den Verbandsgemeindewerken zu halten, um möglichst früh zu erfahren, wann Kanalverlegungen geplant sind. Geld für die Fahrbahnerneuerung soll schon mal vorsorglich in den nächsten Haushalt eingestellt werden. doth