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Entwicklung des ländlichen Raums: Geld für Hundepark und Waldlehrwerkstatt

Entwicklung des ländlichen Raums : Geld für Hundepark und Waldlehrwerkstatt

Zwischenbilanz der Lokalen Aktionsgruppe Erbeskopf sieht positiv aus: 6,1 Millionen Euro stehen für 59 Projekte zur Verfügung.

(red) Die neue Waldlehrwerkstatt in Hermeskeil, ein Freizeit- und Gesundheitspark für Hunde bei Thalfang, die Nationalpark-Servicestelle im renovierten Bürgerhaus in Neuhütten-Muhl – das alles sind Projekte, die seit 2014 mit Zuschüssen aus dem europäischen Förderprogramm Eler, auch bekannt als Leaderprogramm, umgesetzt wurden. Für eine Förderung ausgewählt hat sie die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Erbeskopf.

Bei einer Rundfahrt durch Hunsrück und Hochwald haben sich vor kurzem Vertreter der LAG-Mitgliedskommunen und -vereine vor Ort angeschaut, was dank der Finanzspritzen aus Mainz und Brüssel bislang auf den Weg gebracht wurde. Die Waldwerkstatt am Stadtrand von Hermeskeil beispielsweise ist seit Mai 2017 in Betrieb. Sie dient den Forstwirten als trockener Arbeitsplatz, bietet aber zugleich vielfältige Möglichkeiten, um Kinder und Erwachsene mit Natur und Umweltschutz vertraut zu machen. 159 000 Euro kostete der Umbau, etwa 118 000 Euro kamen aus dem EU-Förderprogramm.

Laut LAG-Geschäftsstelle in Hermeskeil haben in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 bereits 59 Projekte von Zuschüssen profitiert oder zumindest eine Zusage erhalten. 34 davon sind öffentliche, 25 sind private Vorhaben. Bewilligt wurden insgesamt 6,1 Millionen Euro Fördermittel, bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 12,7 Millionen Euro.

Ein Wert, der laut LAG-Geschäftsstelle als „zusätzliche Wertschöpfung für die Region zu sehen“ ist. Denn von den Projekten profitierten auch die heimischen Handwerksbetriebe, Baustoffhändler, Architekten, Statiker und andere Beteiligte. Die Lokalen Aktionsgruppen sind Zusammenschlüsse privater und öffentlicher Akteure der Region, die die Verteilung der zur Verfügung stehenden Fördermittel begleiten. Sie sind Anlaufstellen für Projektideen und die notwendigen Anträge. Projekte, die eine Chance auf Zuschüsse haben wollen, müssen grundsätzlich in eines dieser Handlungsfelder passen: Dorf- und Stadtentwicklung, soziales Miteinander, Tourismus, Natur-, Land- und Forstwirtschaft, regionale Wirtschaft und Energie. Sobald neue Mittel bereitstehen, startet die LAG einen Förderaufruf. In regelmäßigen Abständen kommen dann Vertreter der LAG-Mitgliederversammlung zusammen, beraten über die Projekt-Steckbriefe, bewerten sie und legen fest, wie hoch die mögliche Förderquote für ein Vorhaben ist. Über die Bewilligung der Zuschüsse entscheidet anschließend eine Landesbehörde, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier. Die nächste Versammlung der LAG Erbeskopf ist für den 26. Mai 2020 in der Verbandsgemeinde Baumholder geplant.