Gelebte Gemeinde

SCHWEICH. (gsb) Der Kinderkirchentag der evangelischen Kirchengemeinde Ehrang fand an Fronleichnam auf dem Gelände des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) in Schweich statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Der Natur auf der Spur".

Es wäre das richtige Wetter gewesen, um ins Schwimmbad zu gehen. Bis zu einem Gewitter herrschte schwüle Hitze auf dem Schulgelände. Die sechs- bis zehnjährigen Kinder hatten sich jedoch seit April für die Veranstaltung angemeldet und waren alle gekommen. Eingeladen waren alle Kinder, die im Bereich der weitläufigen evangelischen Kirchengemeinde in Ehrang, Ruwer, Schweich und Umgebung den evangelischen Religionsunterricht besuchen. Da nicht an jeder Grundschule in jedem Jahrgang evangelischer Religionsunterricht erteilt wird, wollen die Veranstalter künftig die Kinder anschreiben und einladen. "Ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mitmachen", lautete das Fazit des zehnjährigen Daniel Bohn aus Langsur. "Hier findet man Freunde und lernt die anderen Kinder der Kirchengemeinde kennen." Die Betreuer der vierstündigen Veranstaltung hatten sich viel Mühe gegeben. Zunächst wurden alle Kinder mit einer Umweltrallye, Geschicklichkeitstests und einem Umweltquiz zu "Umweltdetektiven" ausgebildet. Dabei galt es, in acht Stationen beispielsweise Düfte zu erraten oder Wissensfragen zu beantworten. "Da habe ich viel gelernt. Zum Beispiel, dass es in der Stadt wärmer ist als auf dem Land", meinte Daniel. Nach dem Mittagessen verteilten sich die Kinder in drei betreuten Gruppen. Darin wurde mit Schwungtüchern und Pedalos gespielt, Badewannenmobile oder Flutschbälle gebastelt und ein Singspiel einstudiert. Ein Dutzend ehren- und hauptamtlicher Betreuer sorgte dafür, dass der Kinderkirchentag bei den Kindern gut ankam. Abgeschlossen wurde die Aktion mit einem Gottesdienst, den Pfarrerin Vanessa Kluge hielt. In den vergangenen Jahren fand der Kinderkirchentag am Buß- und Bettag statt. "Durch die Verlegung auf Fronleichnam können wir draußen spielen und die benötigten Betreuer haben frei, um mitzuhelfen", nannte Silke Barth, Jugendmitarbeiterin der Kirchengemeinde die Vorteile des neuen Zeitpunkts.

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