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Gelungene Vorpremiere: Musical-Ensembe begeistert mit „Serpentina“ sein Test-Publikum

Kultur : Gelungene Vorpremiere: Musical-Ensembe begeistert mit „Serpentina“ sein Test-Publikum

Erfolgreicher erster Auftritt für die Darsteller des Rockmusicals „Serpentina“: Am Freitagabend haben sie das Stück aus der Feder des Hochwälders Matthias Leo Webel erstmals vor Publikum aufgeführt. Am Samstag und Sonntag folgen in der Hochwaldhalle die regulären Vorstellungen, für die es noch Karten an der Abendkasse gibt.

Musical-Premieren haben in Hermeskeil schon fast Tradition: Nach den Ur-Aufführungen von „Antonio – Prinz mit Eselsohren“ (1996) und „Fate – Bündnis der Mächte“ (2015) steht am Samstag, 21. April, die dritte Premiere bevor: das Rockmusical „Serpentina“.

Am Freitagabend wurde das Werk aus der Feder des gebürtigen Hermeskeilers Matthias Leo Webel in der Hochwaldhalle zum ersten Mal vor Publikum gezeigt. Dazu eingeladen waren etwa 100 Gäste, darunter auch Angehörige und Freunde des 20-köpfigen Ensembles. Aber nicht nur bei denen kam die Umsetzung der fantastischen Geschichte über die Liebe zwischen dem Studenten Anselmus und dem Schlangenmädchen Serpentina sehr gut an.

Das Musical basiert auf der Erzählung „Der goldne Topf“ von E.T.A. Hoffmann, einem der bekanntesten Autoren der literarischen Epoche Romantik. Im Zentrum der Handlung steht Anselmus, Student der Rechtswissenschaften, der sich in das Fabelwesen Serpentina verliebt. Das Schlangenmädchen wurde samt ihrem Vater, dem wunderlichen Archivarius Lindhorst, aus ihrer Fabelwelt verbannt. Beide können nur dorthin zurückkehren, wenn der Vater für seine Tochter im Menschenreich einen Mann von poetischer Natur findet. Anselmus scheint der richtige Kandidat zu sein. Aber da gibt es noch ein finsteres Äpfelweib, das ebenfalls aus der Fantasiewelt stammt und mit Hilfe dunkler Mächte dorthin zurückkehren will.

Alle Dialoge und die insgesamt 17 Rocksongs hat der Regisseur Webel selbst verfasst. Das 20-köpfige Ensemble bringt sie bei der Vorpremiere mit viel Witz, Leidenschaft und hoher gesanglicher Präzision auf die Bühne. Aus der Riege der Laiendarsteller, die allesamt aus der Region kommen, sticht der erst 17-jährige Konzer Philipp Groetzner hervor. Er spielt den Studenten Anselmus und beweist dabei nicht nur gesangliches, sondern auch viel schauspielerisches Talent. Ein kunstvolles Bühnenbild (Sarah Thomsen) und Tänze, die sich perfekt in die Szenen einfügen, runden das stimmige künstlerische Gesamtpaket „Serpentina“ ab.

Die Zuschauer der rund dreistündigen Test-Aufführung (inklusive Pause) sind begeistert. „Die Umsetzung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen“, sagt Sa Budnitz. Die „gesangliche Ausdruckskraft“ aller Darsteller habe sie beeindruckt, „unglaublich begeistert“ habe sie der Hauptdarsteller, der mit seinen 17 Jahren bereits „eine tolle Bühnenpräsenz“ habe. Auch der städtische Beigeordnete Willi Auler, der mit seinem Beirat Hermeskeiler Kultur(er)Leben das Musical präsentiert, lobt nach der Vorpremiere: „Ich habe tolle Stimmen erlebt. Und es ist eine Superleistung von Matthias Webel, dass er die ganzen Songs selbst geschrieben und vertont hat.“ Für die beiden Aufführungen am Samstag, 21. April, und am Sonntag, 22. April, sind laut Auler noch Karten an der Abendkasse zu bekommen. Sie kosten 30 Euro, ermäßigt 25 Euro. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rockmusical-Ensemble brilliert mit „Serpentina“ in der Hochwaldhalle