Gemeinde gedenkt ihrer Vorfahren

VIERHERRENBORN. (hm) Die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Hochwaldgemeinde vor zwei Jahren war zugleich der Startschuss, Denkmäler und Wahrzeichen der jungen Gemeinde zu installieren. Das neueste Projekt war eine Gedenktafel für die Gefallenen der Gemeinde.

Ein wichtiges und notwendiges Zeichen zur Erinnerung und zur Mahnung wurde kürzlich in der Nähe der Ursprungskirche von Vierherrenborn, der heutigen Kapelle des Friedhofes, enthüllt. Es ist eine Bronzetafel, deren Inschrift an die Gefallenen und Vermissten der jungen Gemeinde Vierherrenborn erinnert und gleichzeitig als Mahnmal vor unsinnigen Kriegen warnt. Zu der Feier hatten sich zahlreiche Bürger der Gemeinde eingefunden. Ortsbürgermeister Franz Mersch erinnerte an die vergangenen beiden Jahre, in denen sich viel im Ort getan hat. "Vierherrenborn ist eine mit starkem Schub aufstrebende Gemeinde. Flächenmäßig das größte Dorf von Rheinland-Pfalz, aber nach der Einwohnerzahl eines der kleinsten in der Verbandsgemeinde Kell am See ist Vierherrenborn in der Vergangenheit sehr aktiv gewesen." In den Vorbereitungen zu der wohl im Land einmaligen Jubiläumsfeier und auch danach haben die Bürger in den vergangenen Jahren eine Reihe von Zeichen gesetzt, die ein Ausdruck von Gemeinsinn und Bürgerstolz seien. Einmalig an dem Ort sei wohl, dass eigens für die Gemeinde ein Landesgesetz geschaffen wurde, in dem die Gründung von Vierherrenborn im Jahr 1954 beschlossen wurde. Dittmar Lauer, Chronist der Vierherrenborner Chronik, zeigte das Engagement der Bevölkerung noch einmal auf. "Da ist zum einen der in liebevoller Mühe restaurierte Vierherrenbrunnen, der dem Ort vor über 50 Jahren den Namen gab. Zum anderen die bronzene Gedenktafel zur Erinnerung an die Gründung von Vierherrenborn und die 30-jährige Siedlungstätigkeit des Rheinischen Heims und ihres geschäftsführenden Direktors Wilhelm Engels." Das Gedenkkreuz im Neunhäuser Wald erinnere an Paul Großmann und Hubert Carls, die beide einem tragischen Minenunfall zum Opfer fielen. Aber auch die ehemalige Schule, einer der Gründungsbauten, könne nicht nur im eigenen Besitz gehalten werden, sondern sei darüber hinaus restauriert und ausgebaut worden als sichtbares Architekturzeichen des Gemeinschafts- und Bürgersinns der über Kilometer verstreuten Gemeinde. Zum Gedenken an alle diejenigen Verstorbenen, die in Vierherrenborn Pionierarbeit geleistet haben und deren Vorfahren und Angehörigen, die in den vergangenen Kriegen ihr Leben lassen mussten, diene diese Gedenktafel.