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Gemeinde Pellingen feilt weiter an ihrer Infrastruktur

Kommunalpolitik : Pellingen feilt weiter an seiner Infrastruktur

Der zweite Abschnitt des Baugebiets Höthkopf steht vor der Fertigstellung. Die Pläne für den Kita-Ausbau werden konkreter.

„Noch nie habe ich so viel positives Feedback erlebt“, lobt der Fachmann. Denn in anderen Orten sei die Mitarbeit der Anlieger deutlich weniger konstruktiv ausgeprägt. 615 Meter lang ist der Ausbau mit einem talseitigen Gehweg mit Entwässerungsrinne, um Starkregen schnell abzuleiten.

Gerade bei den Pflanzquartieren – zumeist Bäumen – fand Wittek aufgeschlossene Anlieger. „Wir können ganz individuell festlegen, wie genau gepflanzt wird“, bietet der Planer an. Die Bäume dienen nicht nur der Umwelt und dem Erscheinungsbild, sondern auch der Verkehrsberuhigung. Doch Lastwagen wie die von der Müllabfuhr, Lieferanten und Rettungsdienste müssen immer noch durchkommen. „Die Kosten sind mit dem Kauf der Grundstücke abgegolten“, sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Willems. Die Ortsgemeinde habe eine Rücklage gebildet: „Wir hoffen, dass wir nach dem Ausschreibungsergebnis mit dem Geld auskommen.“

Der Ortsgemeinderat votierte einstimmig für die Planung und gab ebenso dem Auftrag für die Instandsetzung von Gehwegen und Austausch von Bordsteinen statt, was knapp 11 000 Euro kostet.

Petra Wiwie, Architektin in der Arbeitsgruppe Kindergartenerweiterung, stellte die Bedarfsplanung für 105 Kita-Plätze vor. „Mit dem geplanten Anbau verdreifacht sich die Einrichtung fast“, sagt die Fachfrau und empfiehlt: „Alle künftigen fünf Gruppenräume sollten im Neubau untergebracht werden, der Bau klar von der Schule getrennt und die Zufahrt nach hinten verlegt werden.“

Von ursprünglich 1,65 Millionen Euro steigt die Summe auf 3,7 Millionen geschätzte Baukosten, was allerdings noch um 40 Prozent nach oben oder unten variieren kann. Bei den Zuschüssen rechnet Ortschef Willems mit rund 750 000 Euro von Land und Kreis. Die Ertüchtigung des Altbestands werde mit 100 000 Euro gefördert.

Ratsmitglied Andreas Steier  (CDU) sprach sich für eine Nutzung von Synergieeffekten dahingehend aus, dass auch ein Raum für Gemeindezwecke geschaffen wird. Der Bauausschuss solle sich damit wieder befassen.

„Ein Architekt plant und wird diese Vorgaben miteinarbeiten“, erklärte der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Guido Wacht. Die VG wolle die Mischnutzung auf Förderbarkeit hin prüfen.

Bei den Anträgen der SPD-Fraktion zur Einstellung eines Dorfbegleiters soll eine Bedarfsabfrage weiterhelfen, aber für die Nutzung der ehemaligen Gaststätte Pellinger Höhe als Bürgerhaus sieht der Rat keine Chance einer Finanzierbarkeit und lehnte mehrheitlich ab.