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Gemeinde Züsch will Voraussetzungen für schnelleres Internet schaffen

Leerrohre für Glasfasernetz : Gemeinde Züsch will Voraussetzung für schnelleres Internet schaffen

Im Frühjahr soll der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Züsch beginnen. Die Gemeinde setzt auf eine Landesförderung, um im Zuge dieser Arbeiten Leerrohre für Glasfaserkabel verlegen zu lassen. Damit wäre zumindest die Voraussetzung geschaffen, um irgendwann in Zukunft schnellere Internetverbindungen im Ort zu erreichen.

Im Landkreis Trier-Saarburg läuft seit Mitte August der Aufbau schnellerer Internetverbindungen. In vielen Orten werden oder wurden bereits die dafür nötigen Glasfaserkabel verlegt. Der Hochwaldort Züsch allerdings profitiert von diesem Programm nicht. Denn dort ist laut Hartmut Heck, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, eine Grundversorgung von mindestens 30 Megabit pro Sekunde gewährleistet.

Dabei würde sich ein Aufrüsten in Züsch anbieten. Denn ab Mai soll dort die Ortsdurchfahrt (L 166) auf einer Länge von einem Kilometer ausgebaut werden. Die VG-Werke planen zusätzlich umfangreiche Arbeiten am Kanal- und Leitungsnetz. Nach Meinung des Züscher Gemeinderats wäre dies der ideale Zeitpunkt, um auch Leerrohre für Glasfaserkabel zu verlegen. Deshalb will der Rat aktiv werden und wird dabei von der Verbandsgemeinde unterstützt.

Denn die VG hat 2016 im Zuge des Breitbandausbaus im Landkreis von allen ihren Ortsgemeinden die Zuständigkeit in Sachen Breitbandversorgung übernommen. Wie VG-Mitarbeiter Friedbert Knop in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, bietet das Land Rheinland-Pfalz ein Förderprogramm zur Verlegung von Leerrohren an, in die dann später die Glasfaserkabel eingezogen werden könnten. Von sich aus habe bislang habe kein Internetanbieter Interesse bekundet, in Züsch tätig zu werden.

Voraussetzung für eine Landesförderung sei, dass für den gesamten Ort eine Netzplanung für einen künftigen Ausbau gemacht werde. Dies soll laut Knop der TÜV Rheinland übernehmen. Möglich sei eine 80-prozentige Förderung, wobei allerdings nicht alle Kosten förderfähig seien. Den Antrag müsste die VG stellen. Die Kosten nach Abzug der Fördersumme – ähnlich wie beim Ausbau durch den Landkreis – hat wahrscheinlich die Gemeinde Züsch zu tragen. Dass die VG die Kosten übernehme, sei laut Innenministerium nur möglich, wenn deren Haushaltslage dies zulasse. Dies sei zurzeit nicht der Fall.

Parallel will die Ortsgemeinde laut Heck versuchen, doch noch einen Internetanbieter zu überzeugen, die Leerrohre zu verlegen. „Das wäre natürlich ideal. Dann wäre es keine Planung ins Blaue hinein, ohne zu wissen, wann tatsächlich Kabel eingezogen werden“, sagte Heck. Dass die Züscher „weiterdenken“, sei aber angesichts des bevorstehenden Straßenausbaus sinnvoll.