Gemeindeat Wawern Haushalt: 2019 wird in Wawern kräftig investiert

Kommunalpolitik : 2019 wird in Wawern kräftig investiert

Der Gemeinderat hat den Doppelhaushalt 2019/2020 beschlossen.

Der Beschluss des Wawener Rates zum Haushalt ergeht einstimmig und ohne Debatte. Zuvor spricht Ortsbürgermeister Karl-Peter Binz in seiner kurzen Haushaltsrede von „wesentlichen Verschlechterungen für 2019” bei Einnahmen und Ausgaben.

Zu Buche schlagen würden anstehende Reparaturen an öffentlichen Gebäuden, eine gestiegene Grundschulumlage, höhere Kita-Kosten, erforderliche Investitionen in Wirtschaftswege sowie eine höhere Kreis- und Verbandsgemeindeumlage. Im kommenden Jahr werde sich die Situation etwas entspannen, insbesondere weil dann die nun anstehenden Investitionen entfielen.

Die wichtigsten Eckdaten des verabschiedeten Doppelhaushalts: Im Ergebnishaushalt, in dem die Einnahmen gegen die Ausgaben gestellt werden, ergibt sich für 2019 ein Fehlbetrag von 226 000 Euro (Fehlbetrag 2018: 54 000 Euro). Somit fehlen gegenüber dem Vorjahr 172 000 Euro mehr. Für 2020 ergibt sich dann ein deutlich geringerer Fehlbetrag von 98 000 Euro. Er reduziert sich damit gegenüber 2019 um 128 000 Euro.

Zur Finanzierung der Investitionen 2019 ist eine Kreditaufnahme von fast 268 000 Euro geplant. 2020 ist zur Finanzierung von Investitionen eine Kreditaufnahme von 80 000 Euro vorgesehen. Die Sätze für die Gemeindesteuern werden für beide Haushaltsjahre wie folgt festgesetzt: Grundsteuer A 450 Prozent, Grundsteuer B 480 Prozent, Gewerbesteuer 365 Prozent.

Die größte 2019 geplante Investition ist mit 197 000 Euro die Sanierung eines Wirtschaftswegs, der im Bereich Unterm Herrenberg durch einen Starkregen erheblich beschädigt wurde.

Zu den Investitionen 2020 zählt der Eigenanteil an der Sanierung des Tennenplatzes, für den 25 000 Euro in den Haushalt eingestellt sind.

Beschlossen wird auch eine Änderung der Friedhofssatzung zur Gestaltung von Urnengräbern. Einstimmig entscheidet sich der Rat dafür, Wahlfreiheit bei der Beschriftung der Gräber (liegende oder stehende Kreuze oder Tafeln) zu ermöglichen.

Mehr von Volksfreund