Gemeinderat Merzkirchen beschließt neues Herz für Kelsen
Merzkirchen · Das Anwesen Waxweiler in Kelsen muss weichen. Der Ortsgemeinderat Merzkirchen hat beschlossen, es abzureißen, um dort in zentraler Lage auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern ein kleines Baugebiet mit fünf bis sechs Baustellen zwischen 496 und 683 Quadratmetern Größe zu entwickeln.
Merzkirchen. "Ich sage seit Jahren, Leute, hängt doch bitte nicht an jedem alten Schuppen", appelliert Ortsbürgermeister Martin Lutz. Der Abriss kostet 55 000 Euro: eine Summe, die nach dem Verkauf der Grundstücke wieder in die Ortskasse fließt. 17 200 Euro kommen als Zuschuss aus Dorferneuerungsmitteln des Landes.
Der Ortschef favorisiert bei maroder Bausubstanz ausdrücklich neu vor alt: "Die neuen Häuser müssen natürlich architektonisch ihrer direkten Umgebung angepasst sein." Schließlich steht mitten in Kelsen die historische Kapelle. Für Lutz ist das der effizientere Weg, Ortskerne schön zu gestalten. Merzkirchen hat derzeit 830 Einwohner, Tendenz steigend. 23 Prozent davon sind unter 20 Jahre alt. Es gibt 148 Kinder bis 15 Jahren. Wie attraktiv Merzkirchen für junge Familien ist, hat das Baugebiet Auf den Schanzen gezeigt, wo nach 15 Monaten von 34 Baustellen nur noch drei übrig sind, und das trotz der Kirfer Windräder.Nähe zu Luxemburg
"Die haben einen Abstand von mehr als 1000 Metern, auch wenn es optisch nicht so aussieht", erklärt Lutz. Außerdem gebe es ausführliche Gutachten über Schall- und Schattenbelastung. Doch die Nähe zu Luxemburg sei so attraktiv, einschließlich einer Busverbindung, dass es junge Bauherren nach Merzkirchen zieht. Der Endstufenausbau wird 28 5000 Euro kosten. 90 Prozent davon tragen die Häuslebauer mit 12,10 Euro pro Quadratmeter Grundstück.
Für 17 000 Euro will Merzkirchen einen neuen Aufsitzmäher anschaffen. Der bisherige Mäher dient nur noch als Ersatz. In den sieben Dörfern der Ortsgemeinde gibt es 30 000 Quadratmeter öffentliche Grünanlagen, vom Kleinspielfeld in Merzkirchen mit 7000 Quadratmetern bis 16 Quadratmeter rund um eine Parkbank in Portz. Der neue Mäher mit Dieselantrieb wird eine Straßenzulassung haben und muss nicht mehr für jeden Einsatz verladen werden. doth