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Gemeinderat Oberbillig: Fähre und Fußgängerüberquerung an der B419 im Mittelpunkt

Kommunalpolitik : Fähre, Forstwirtschaft und Fußgängerweg

Oberbilliger Gemeinderat absolviert letzte Sitzung 2018. Große Teile des Investitionsprogramms bleiben Wunschvorstellung.

Zum Jahresende freute man sich im Gemeinderat Oberbillig, dass die Elektro-Fähre Sankta Maria II ihr erstes Betriebsjahr erfolgreich absolviert hat. Der Fußgängerübergang an der B 419 muss noch warten: Zum Aufmalen des Zebrastreifens ist es momentan zu kalt.

Der Gemeinderat hatte darüber hinaus auch Grund zur Freude in Bezug auf den Forstwirtschaftsbericht von Revierförster Martin Bee. Der Oberbilliger Wald warf ein kleines Plus in Höhe von 1819 Euro ab. „Gut, dass im Oberbilliger Forst praktisch keine Fichten stehen. Die sind anfällig für Stürme und den Borkenkäfer, und von beidem hatten wir 2018 mehr als genug“, sagte Bee. Der Rat beschloss, auch 2019 das Forstrevier Konz/Wiltingen mit der Pflege des Waldes zu beauftragen.

Aus dem Oberbilliger Investitionsprogramm spricht dagegen eher Resignation. „Wir stellen die Sanierung der Brückenstraße, der Pützstraße und der Küferstraße immer wieder auf die Liste. Aber die Kommunalaufsicht lehnt ab, da die Maßnahmen kreditfinanziert wären. Und dafür muss der Zustand der Straßen erst noch viel schlechter werden“, so Ortsbürgermeister Andreas Beiling. Seine Befürchtung: Allmählich entsteht in Oberbillig ein Investitionsstau.

Ebenfalls ohne Aussicht auf Genehmigung sind die 42 000 Euro, die für die Umgestaltung der Bahnhaltestelle vorgesehen sind. „Und das, obwohl der ÖPNV in den nächsten Jahren auch wegen der Förderung durch Luxemburg eher zu- als abnehmen wird“, meint Beiling. Dafür stehen 630 000 Euro für den Grunderwerb und 50 000 Euro Planungskosten für das künftige Baugebiet Römerberg im Investitionsprogramm.

Aus dem Europa- und Fährfest verbucht die Gemeinde Spenden- und Sponsorengelder in Höhe von 4050 Euro. „Der Zuschuss der Sparkasse in Höhe von 2000 Euro war zweckgebunden für die Festschrift zum Jubiläum der Moselfähre“, berichtete Beiling. Die Festschrift habe sich sehr gut verkauft. Es gebe noch wenige Exemplare bei ihm und  beim Fährmann.

Die Einnahmen der Fähre sind um rund zehn Prozent gestiegen, da das Verkehrsaufkommen ebenfalls zugelegt hat. Die Mitarbeiter sind zufrieden und haben sich bei der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit bedankt. „Die Arbeitsbedingungen hätten sich wesentlich verbessert. Das Urteil über die moderne Technik fällt ebenfalls positiv aus. Problematisch sind lediglich die Seile für das Heben der Rampen. Die notwendigen Reparaturen werden zurzeit noch durch die Herstellergarantie aufgefangen. „Und wir müssen Strom nachzahlen“, sagt Beiling. Dafür und für andere unvorhergesehene Ausgaben fallen gut 10 000 Euro an, die bislang nicht budgetiert waren. Der Rat segnete die außerplanmäßigen Ausgaben ab.

Außerdem wurde über die Anlage eines verbesserten Fußgängerüberwegs an der B 419 gesprochen. „Im Winter können wir keinen Zebrastreifen aufmalen. Dazu muss die Außentemperatur für mehrere Tage am Stück mehr als zehn Grad betragen“, erläutert Sebastian Junk von der VG-Bauabteilung.

Zunächst werde es ein Provisorium geben, „das aber schon die volle Funktionalität des Übergangs sicherstellt“, sagt VG-Bürgermeister Joachim Weber. Danach erhebt die VG erneut Daten zur Nutzung des Fußgängerüberwegs, der Anzahl der Fahrzeuge, ihrer Geschwindigkeiten und über die Wirksamkeit der eingeführten Maßnahmen. Mit den gesammelten Erfahrungen entsteht dann die endgültige bauliche Umgestaltung. „Eventuell sogar mit der Verlegung der Bushaltestelle“, sagt Weber. Die Kostenhöhe und deren Verteilung blieben noch offen.