Gemeinsam backen, plaudern und füreinander da sein

Gemeinsam backen, plaudern und füreinander da sein

Jung und Alt verbinden: Das hat sich die Konzer Doktor Bürgerstiftung zum Ziel gesetzt. So engagieren sich Jungen und Mädchen der Realschule plus und Fachoberschule (FOS) Konz für die Senioren im Haus Zur Buche. Die Aktionen sind vielfältig. Jüngst haben sie gemeinsam Plätzchen gebachen.

Konz. Nicht nur zum Plätzchen backen im Advent, sondern jeden Montag besuchen Schüler der Realschule plus und Fachoberschule (FOS) Konz Senioren des Hauses zur Buche. Das Projekt "Brückenbau - Generationen im Miteinander", im August 2014 von der Konzer Doktor Bürgerstiftung gestartet und zunächst für ein Schuljahr gedacht, geht mittlerweile ins dritte Jahr.
Jungen und Mädchen der 9. und 10. Klasse haben sich auf ein außergewöhnliches Projekt eingelassen, das zu einer Bereicherung sowohl für die Schüler als auch für die älteren Bewohner der "Buche" geworden ist. Die Zehntklässler sind bereits im zweiten Jahr in dieser freiwilligen Arbeitsgemeinschaft dabei. Mittlerweile haben sich Partnerschaften ergeben, und die Hausgäste der Buche erwarten die jungen Leute und freuen sich auf gemeinsame Aktionen wie spazieren gehen, einkaufen, spielen, erzählen, singen, basteln oder gemeinsam Weihnachtsplätzchen backen.
Ines Bohrer, Heimleitung des Seniorenhauses Zur Buche, war von der Idee "Brückenbau - Generationen im Miteinander" angetan. Auch Ursula Poss-Nickenig, Lehrerin an der Realschule plus und FOS Konz, ist von Anfang an dabei und begeistert. Sie betreut aktuell neun Schülerinnen und zwei Schüler im Alter zwischen 14 und 16 Jahren in der Arbeitsgemeinschaft.
Für die Hausgäste der Buche bedeuten die Begegnungen mit den jungen Menschen Abwechslung im Tagesablauf und persönliche Zuwendung. "Wie konsequent und ernsthaft die Jugendlichen ihre Montagstermine wahrnehmen, ist vorbildlich und beeindruckend", betont Hartmut Schwiering, Vorsitzender der Konzer Doktor Bürgerstiftung. "Füreinander da sein, voneinander lernen, einander Freude schenken, das macht eine menschliche Gesellschaft aus."
Vonseiten der Buche wird die Gruppe der Schüler intensiv von Nina Reuter, der Leiterin Soziale Betreuung, begleitet: "Es ist uns wichtig, dass die jungen Menschen ihre Erfahrungen direkt reflektieren und damit auch Berührungsängste abbauen können. Für unsere Hausgäste ist es sehr positiv, dass sie sich auf die Jungen und Mädchen verlassen können."
"Das Projekt Brückenbau - Generationen im Miteinander" passt sehr gut in das Konzept der Berufs- und Studienorientierung unserer Schule", ist die Überzeugung von Martin Lautwein, dem neuem Schulleiter der Realschule plus und FOS Konz. Er machte sich selbst ein Bild von der besonderen Arbeitsgemeinschaft und verbrachte einen Nachmittag gemeinsam mit den Schülern in der Buche.
Den jungen Menschen ermöglicht das Projekt wichtige Einblicke in verschiedene Berufe und kann so helfen, eine Entscheidung für die berufliche Zukunft zu treffen. Folgende Schüler der Realschule plus und FOS Konz sind an dem Projekt "Brückenbau - Generationen im Miteinander" beteiligt: Chantal Buhles, Tamara Dres, Fabienne Endres, Eric Iskam, Cora Junk, Emely Lautwein, Mariam Mohamad, Lena Rossow, Anna Thielmann, Nathalie Weber, Dominik Witzmann. red

Mehr von Volksfreund