Gemeinsam Gutes tun

KELL AM SEE. (hm) Die Jugend ist ihm ein Anliegen und die Unterstützung von Menschen in Not. Für diese und viele andere Zwecke stellt sich der Kolpingverein Kell in den Dienst. Nun feiert der Verein sein 40-jähriges Bestehen.

Ortsbürgermeister Markus Lehnen sprach aus dem Herzen aller, die anlässlich der offiziellen Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen in das "Millenhaus", das Vereinshaus des örtlichen Musikvereins, gekommen waren: "Respekt vor denen, die sich innerhalb unserer Gemeinde, der Vereinsgemeinschaft und damit innerhalb unserer Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg für Kinder und Jugendliche eingesetzt und ihnen neben ihrer Familie eine Heimat gegeben haben." Idealismus und Gemeinschaftsgeist

Mit Idealismus und einer Portion Gemeinschaftsgeist sei die Arbeit vor 40 Jahren begonnen worden und werde heute noch ebenso beispielhaft umgesetzt, lobten auch Bürgermeister Werner Angsten und Präses Pastor Heinz-Werner Schultes. Vorsitzender Hermann-Josef Lauer rückblickend: "Am 19. Januar 1965 trafen sich Werner Lehnen, Winfried Kläser und Hermann Lehnen, denen sich kurze Zeit darauf auch Karl-Josef Endres anschloss, und gründeten die Kolpingfamilie." Dem ersten Vorstand gehörten Senior Erich Kahn, Präses Hubert Rottländer, Jungkolpingleiter Werner Lehnen, Kassenwart Georg Keil, Schriftführer Karl-Josef Endres, Gruppenleiter Albert Waschbüsch, Winfried Kläser und Hermann Lehnen an. In mühevoller Kleinarbeit sei in der darauf folgenden Zeit versucht worden, intensive Gruppenarbeit zu betreiben und Jugendliche für diese Arbeit zu begeistern mit Weihnachtsfeiern, Quizabenden, Jugendgottesdiensten und Fußwallfahrten nach Klausen. Es seien Lehrgänge in Elektrotechnik, Physik, Mathematik sowie Menschenführung gefolgt, auch seien Schwimmkurse angeboten worden mit dem Ziel, eine eigene Schwimmabteilung innerhalb der Keller Kolpingfamilie aufzubauen. Daraus erwachsen sei die heutige DLRG, über die örtlichen Grenzen hinaus tätig. Dann folgten Abteilungen und Sparten wie Judo, Fußball, Fotolabor und die Gründung einer Theatergruppe, die regelmäßig das Interesse - auch überörtlich - auf sich zieht. "Beim Zelten, Weinflaschensammlungen, Nikolausaktionen, Autowaschaktionen, Seniorennachmittagen und anderen Aktivitäten sind insbesondere Kinder und Jugendliche beteiligt." Gruppenstunden für die Jugend von sechs bis 16 Jahren mit Dirk Steuer seien schon Tradition, so Lauer. Altkleidersammlungen, Ostereieraktionen, Sommerfeste und Gottesdienstgestaltungen seien weitere Bestandteile der Vereins-Aktivitäten. Das größte Augenmerk in den Jahren 1980 bis 1988 komme wohl dem polytechnischen Projekt in Kenia zu, dessen Träger die Kolpingfamilie Kell war, so Lauer. In diesen acht Jahren seien rund 12 000 Euro für Entwicklungshilfe nach Kenia überwiesen worden. Im Jahr 1987 habe die Kolpingfamilie Kell mit der Gründung eines Kickerklubs eine weitere Interessengruppe bilden und 1500 Euro an die Karl-Heinz-Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen" überweisen können. Sammlung von Aluminiumabfällen, Spenden- und Kleidersammlungen für die Not leidende Bevölkerung Rumäniens und Russlands folgten. Außerdem habe die Kinderkrebsstation des Mutterhauses in Trier mit fast 1000 Euro unterstützt werden können. Auch der Förderkreis "Kindergarten St. Michael Kell am See" ist eine Institution des Kolpingvereins, der den Kindergarten Kell finanziell und mit handwerklichen Arbeiten unterstützt. Des Weiteren wurden bei den Feierlichkeiten für 40-jährige Mitgliedschaft Hermann-Josef Lauer , Walter Rausch und Werner Lehnen , für 25-jährige Mitgliedschaft Helmut Erschens geehrt.

Mehr von Volksfreund