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Gemeinsam per pedes durch den Reinsfelder Hochwald

Gemeinsam per pedes durch den Reinsfelder Hochwald

1600 gemeldete Teilnehmer haben die Wanderung des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) in Reinsfeld bei herrlichem Wetter in Angriff genommen. Die Teilnehmerzahlen nehmen laut Mitteilung der Veranstalter immer weiter ab.

Reinsfeld. Es ist ein Phänomen, das kaum zu begreifen ist: Während der Wandertourismus dank prämierter Wege wie dem Saar- Hunsrück-Steig boomt, nimmt die Zahl der Teilnehmer an Wanderungen des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) immer weiter ab.
"Vor 15 Jahren wären noch 1000 Teilnehmer mehr gekommen", weiß Helmut Michels, der die fünf-, zehn- und 20 Kilometer langen Strecken mit seinem siebenköpfigen Team festlegte. 1600 Teilnehmer ließen sich bei bestem Wetter die Wanderkarten stempeln. Ihre Kilometerzahl wird an den IVV- Sitz in Altötting gemeldet. 400 Naturfreunde gingen einfach so mit.
"Heute spielt die Jugend lieber am PC", bedauert Michels. "Die Wanderbewegung vergreist allmählich." Dabei sei Wandern ein Volkssport im wahrsten Sinne des Wortes. Marlene Buchholz (56) aus dem saarländischen Steinbach sagt: "Wandern bringt Freude, Gesellschaft, Lebenslust und Fitness." Sie wandert seit 20 Jahren und legt im Jahr gut 500 Kilometer zurück.
Erstmals war Ottilia Thomas dabei. Die 50- Jährige mit Keller Wurzeln las die Ankündigung der Wanderung im TV, und der Entschluss stand fest: "Ich wollte so eine Wanderung miterleben."
Die vielen Helfer vor und während der Veranstaltung sind enorm wichtig. 75 Helfer waren zwei Tage entlang der Strecke, an Kuchen- und Essensausgaben im Einsatz. 1600 Klöße, elf Eimer Sauerkraut, 128 selbstgebackene Kuchen, 45 Kilo Kassler und 50 Kilo Fritten wurden verarbeitet. Wandern macht hungrig. doth