Gemeinsam!

Zum Bericht "Zündstoff am Obermoselufer" (TV vom 24. Februar):

Ob es etwas bringt, stikt dagegen zu sein, dass in Mertert ein Tank dazugebaut wird, möchte ich bezweifeln. Ich habe sogar Verständnis für die Luxemburger Seite. Dort hat man leider keine abgelegene Küstenregion wie Deutschland, um die nationalen Reserven zu verstecken. Ich finde das Tanklager vor meiner Haustür auch nicht prickelnd im Sinne von schön. Eher prickelnd im Sinne von Unruhe, die mich befällt, wenn ich an eine Katastrophe, wie vor kurzem in England geschehen, denke. Ich finde es aus diesem Grund unumgänglich, wenn schon eine Erweiterung sein muss, aber auch ohne Erweiterung, mit den Luxemburger Stellen zusammenzuarbeiten und sich Gedanken zu machen, was im Fall der Fälle, den niemand ausschliessen kann, getan werden muss. Es ist traurig, dass eine Katastrophenübung, wenn sie denn mal alle paar Jahre stattfindet, ohne Beteiligung der deutschen Feuerwehren der gegenüberliegenden Moselseite stattfindet. Im Fall des Falles ist die örtliche Feuerwehr in keinen Plan einbezogen. Von Koordination, kann dann keine Rede sein. Das ist ein unnötiges Risiko. Deshalb meine ich, wenn schon eine Erweiterung nicht verhindert werden kann, soll man sich wenigstens für den Ernstfall gemeinsam (!) wappnen. Gemeinsame Übungen, gemeinsame Katastrophenpläne und umfassender Informationsaustausch gehören dazu. Grenzen muss man nicht nur in den Köpfen abbauen. Peter Kühn, Temmels

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