Generationen sollen voneinander profitieren

Generationen sollen voneinander profitieren

Der Förderverein des Kreiskrankenhauses in Saarburg plant einen Mehrgenerationentreff und möchte dazu die Schulen mit ins Boot nehmen. Erste Unterstützer für das Projekt hat der Verein bereits gefunden. Die Mainzer Hofsänger kommen zum Benefizkonzert in die Kirche St. Laurentius.

Saarburg. Das Kreiskrankenhaus in Saarburg und sein Förderverein möchten eine Begegnungsstätte für Jung und Alt schaffen. Der Mehrgenerationen-Franziskustreff soll beim Seniorenheim angesiedelt werden, vorerst vermutlich in der Aula. In angenehmer Atmosphäre sollen verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch kommen, zusammen spielen, basteln, singen und essen.
Dieter Schmitt, Vorsitzender des Fördervereins, sagt: "Wir wollen mit den Saarburger Schulen zusammenarbeiten. Uns schwebt vor, Schüler zu einem Ideenwettbewerb einzuladen." Sie kämen vielleicht auf ganz neue Ideen, was sie der älteren Generation und auch umgekehrt geben könnten. Die Schüler könnten dazu Bilder malen, die ausgestellt würden. Auch Demenzkranke könnten beispielsweise malen und so wieder Fähigkeiten an sich entdecken, sagt Schmitt.
Arist Hartjes, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg, und Dieter Schmitt sagen übereinstimmend: "Wir sind uns sicher, dass durch gemeinsame Aktivitäten die Generationen voneinander lernen und profitieren." Hartjes ergänzt: "Die Senioren werden durch den Besuch jüngerer Menschen an ihre Kindheit und Jugend sowie den eigenen Nachwuchs erinnert.
Das gemeinsame Basteln, Geschichtenerzählen und Musizieren sorgt für Unterhaltung und Spaß und trainiert gleichzeitig auch noch das Gehirn." Schmitt ergänzt: "Aber auch für die jüngeren Generationen ist das Zusammentreffen eine Bereicherung: Sie bekommen ein Bild davon, wie sich Menschen im Laufe eines Lebens verändern und lernen den Umgang mit Senioren - vor allem, dass man ihnen mit Respekt und Achtung begegnet."
Ein fester Zeitplan für den Mehrgenerationen-Franziskustreff existiert noch nicht. Schmitt sagt: "Wir wollen in diesem Jahr die ersten Schritte machen." Doch die ersten Unterstützer gibt es schon.
Ein Chor für alle Altersklassen


"Wir freuen uns sehr, dass wir die Mainzer Chorsänger für unser Projekt gewinnen konnten", sagt Hartjes. Wer den Chor kenne, der wisse, welch ein unvergessliches Ereignis es sei, ihn einmal live zu erleben. Kaum ein Chor könne Menschen aller Generationen so direkt in die Herzen singen wie die Mainzer Hofsänger. Die Mainzer Hofsänger geben am Freitag, 30. September, 19.30 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten des Mehrgenerationen-Franziskustreffs in der St.-Laurentius-Kirche.
Die Formation hat seit Mai 2007 eine Vielzahl an Benefizkonzerten in rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden gegeben, um mit dem Erlös Menschen und Einrichtungen vor Ort zu helfen. Der Chor hat auf diese Weise bis heute mehr als 800 000 Euro ersungen. Sein Liederrepertoire ist breit gefächert. Er singt Karnevalslieder, weltliche Konzerte und auch Kirchenkonzerte.
Bereits zweimal ist der Chor mit Weihnachtskonzerten in Saarburg aufgetreten, einmal zugunsten der großen Orgel für St. Laurentius. Das andere Mal ging es um die Finanzierung des Kapellenneubaus am Krankenhaus. Damals hatte Dieter Schmitt als Landtagsabgeordneter den Kontakt hergestellt.
Der Termin: Mainzer Hofsänger am Freitag, 30. September, 19.30 Uhr, in der St.-Laurentius-Kirche. Eintritt: 17 Euro im Vorverkauf, 20 Euro an der Abendkasse
Vorverkaufsstellen: Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg, Pforte/Sekretariat,
Graf-Siegfried-Str. 115, Saarburg, Telefon 06581/82-0; Katholisches Pfarramt St. Laurentius, Frau Gentgen, Kunohof 25, Saarburg, Telefon 06581/2260; Bücher Volk, Graf-Siegfried-Str. 14, Saarburg, Telefon 06581/4757; Rats-Apotheke - Inh. Ursula Grün, Lessingstr. 3, Konz, Telefon 06501/3131
Extra

1926 haben sich 20 Mitglieder aus dem Extra-Chor des Mainzer Konservatoriums zusammengefunden und sich die Musik-Hochschul-Sänger genannt. Als das seriöse Institut für klassische Musik sich von der humorvollen Gesangsgruppe distanzieren wollte, änderte diese den Namen in Mainzer Hofsänger und behielt die Initialen MHS bei. 1934 traten die Sänger zum ersten mal für den Mainzer Carneval Verein auf und wurden so zu echten Hofsängern am Hofe des Prinzen Karneval. Die Mainzer Hofsänger wurden schließlich zu einem Markenzeichen der Mainzer Fastnacht. red

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