Genickschlag für die Region

Es gibt Pillen, die so bitter sind, dass man sie kaum schlucken kann. Kein Zweifel: Sollte die Hochwaldkaserne im November tatsächlich auf der Struck'schen Streichliste auftauchen, dann wäre das für Hermeskeil und den ganzen Hochwald ein Genickschlag.

Dass die Reform der Bundeswehr notwendig und Standort-Schließungen unumgänglich sind, ist unbestritten. Die Entscheidung, welche Kasernen in Deutschland dicht machen, jedoch in erster Linie in die Hände der Militär-Strategen zu legen, verkennt einen wichtigen Gesichtspunkt: Anders als in Großstädten hätte es in ohnehin strukturschwachen Regionen wie dem Hochwald verheerende Folgen, wenn dort womöglich noch eines der wichtigsten Standbeine für die wirtschaftliche Entwicklung abgeschlagen wird. Dies dem Verteidigungsminister eindringlich klar zu machen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt des Standorts Hermeskeil zu kämpfen, muss jetzt die vordringlichste Aufgabe derer sein, die die Region in Berlin vertreten. In diesem Sinne: "Herr Diller, übernehmen Sie!" a.munsteiner@volksfreund.de