Geschichtsträchtige Schlichtheit

Geschichtsträchtige Schlichtheit

Erstaunlich schlicht präsentiert sich das Wappen des Konzer Ortsteils Niedermennig. In den Farben des kurtrierischen Kreuzes nimmt es Bezug auf die religiöse Verwurzelung in Bistum und Kurfürstentum Trier.

Konz-Niedermennig. (kbb) Schlicht und doch voller Geschichte: Auf rotem Grund präsentiert das Wappen des Konzer Ortsteils Niedermennig einen silbernen Schlüssel und ein ebenfalls silbernen Hirtenstab, die sich schräg kreuzen. "Der Schlüssel ist bekanntlich das Attribut des heiligen Petrus, dem Patron des Bistums Trier", sagt Rudolf Molter, Konzer Heimatforscher und Ordinariatsrat im Ruhestand. "Der Hirtenstab ist seinerseits das Attribut des heiligen Wendelin, dem Patron der gleichnamigen Kapelle in Niedermennig. Als Schutzpatron der Schäfer wird er ikonographisch mit Hirtenstab dargestellt."Rot-Silber, die Farben des Kurfürstentums

Die Ortschaften Ober- und Niedermennig sind keltischen Ursprungs und werden vor allem im Mittelalter oftmals im Zusammenhang mit dem nahe gelegenen Ortsteil Krettnach erwähnt. "Alle drei gehörten damals zur Pellinger Pfarrei St. Matthias", erklärt Molter. Politisch verwaltet wurden die Orte von der Irscher Pflege im Amt Saarburg. Daher ist das Wappen auch in Rot-Silber, den Farben des Trierer Kurfürstentums, gestaltet.Im Vergleich zu anderen Gemeindewappen der Region präsentiert sich das Niedermenniger Wappen eher schlicht: Der Schild ist nicht in mehrere Teile aufgespalten und zeigt im Innern nur zwei Symbole. Der Großteil der regionalen Wappen setzt sich aus zwei oder drei Schildteilen zusammen, die gemäß der Heraldik unterschiedlich koloriert sein müssen. In der Verbandsgemeinde Konz ist Niedermennig daher das einzige Wappen, dessen Schild in einer einzigen Grundfarbe gestaltet ist.

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