Geschickter Schachzug

Dieter Schmitt sowie einige andere Politiker sind fest davon überzeugt, dass der Kreis Trier-Saarburg in der Frage des Straßenbaus von der Außenwelt abgekoppelt worden ist. So werden er und mancher Vertreter der Verbandsgemeinden nicht müde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf das Missverhältnis und die nach ihrer Ansicht ungleiche Gewichtung bewilligter Ausbauprojekte hinzuweisen.

Der Besuch Eymaels kam Schmitt recht, noch einmal eindringlich auf die Problematik einzugehen und dem Vertreter aus Mainz exemplarisch auf demFellericher Plateau die Situation vor Augen zu führen. Mit zurück nach Mainz hat der Staatssekretär jedoch nur eine Wunschliste der vorrangigen Ausbauprojekte der Verbandsgemeinden genommen. Ob und inwieweit die einzelnen Punkte aufgegriffen werden und möglicherweise im Doppelhaushalt 2007/08 auftauchen, ist derzeit noch fraglich. Dennoch ist es sicher kein ungeschickter Schachzug gewesen, dass jede Verbandsgemeinde eine eindeutige Priorität definiert hat, statt wie bisher eine umfangreiche Liste "anzumelden" und darauf zu hoffen, dass möglichst viel davon umgesetzt wird. Positiv dürften die Teilnehmer der Gesprächsrunde verbucht haben, dass zumindest ein grober zeitlicher Rahmen gesteckt wurde, innerhalb dessen die Projekte angegangen werden sollen. An die "Sonderfälle", in denen das Land flexibel reagieren wolle, wird Eymael mit Sicherheit in der entsprechenden Situation erinnert werden. s.windfuhr@volksfreund.de