"Gesellschaft kann von Älteren profitieren"

"Gesellschaft kann von Älteren profitieren"

Die Verbandsgemeinde Konz hat zum ersten Mal einen Ansprechpartner für Senioren. Hermann Hurth übernimmt ab Montag, 7. Februar, mit einer monatlichen Bürgersprechstunde das Ehrenamt des Seniorenbeauftragten.

Seniorenbeauftragter Hermann Hurth. TV-Foto: Jürgen Boie.

Das soziale Engagement ist Hermann Hurth gewissermaßen in die Wiege gelegt. "Schon mein Vater setzte sich für andere Menschen ein", erzählt der Endfünfziger. Hurth ist der erste Seniorenbeauftragte der Verbandsgemeinde Konz. Bürgermeister Karl-Heinz Frieden bestellte den 59-jährigen Kaufmann im Ruhestand aufgrund seiner vielfältigen Kontakte und seines langjährigen Engagements im sozialen Bereich für das neu geschaffene Ehrenamt.

Als ihm Bürgermeister Frieden das Amt des Seniorenbeauftragten antrug, zögerte der unauffällig elegant gekleidete Herr mit der randlosen Brille daher keine Sekunde: "Wenn man mithelfen kann, die Situation der Senioren in Konz zu verbessern, dann sollte man sich engagieren."

Hurth wurde 1952 in Wasserliesch geboren und lebt seit mehr als 40 Jahren in Konz. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und drei Enkel. Seit 42 Jahren engagiert sich Hurth beim Malteser Hilfsdienst, bei dem er mittlerweile Beauftragter des Landkreises Trier-Saarburg und Bundesdelegierter ist.

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes ist darüber hinaus Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Johann in Konz-Karthaus und Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe sowie des Sozialausschusses der Seelsorgeeinheit Konz. Hinzu kommt Hurths Mitarbeit im Bundesprojekt "Aktiv im Alter", bei dem er sich in die Gruppe "Lebenslanges Lernen und Wissen weitergeben" einbringt.

Hurths Aufgaben in seiner neuen Funktion sind noch sehr allgemein gefasst. Schließlich ist er der erste Seniorenbeauftragte in der VG Konz. "Mir ist die Verbesserung der Teilhabe von Senioren an kulturellen und sportlichen Aktivitäten wichtig", sagt Hurth nachdrücklich. Er möchte Ansprechpartner bei Problemen sein und richtet dafür eine Sprechstunde im Rathaus Konz ein (siehe Extra).

"Mein vorhandenes Netzwerk möchte ich nutzen und weiter ausbauen", beschreibt Hurth seine Pläne. Das beziehe sich nicht nur auf öffentliche Einrichtungen. "Ich werde mit der TG als großem Sportverein sprechen, welche Angebote es dort für Senioren bereits gibt und welche neu geschaffen werden können", nennt er ein Beispiel für seine Pläne. Auch Supermärkte können seniorenfreundlicher werden. "Die Produkte kann ich nicht ändern, aber vielleicht finden sich Möglichkeiten, Senioren mehr Service zukommen zu lassen", denkt Hurth weiter. Neben einer Verbesserung der Lebenssituation der Senioren sieht Hurth auch, dass die Gesellschaft von den Senioren profitieren kann. "Die Erfahrungen der Älteren sind oft durch nichts zu ersetzen", meint der neue Seniorenbeauftragte.

Extra

Seniorenbeauftragter der Verbandsgemeinde Konz: Hermann Hurth hat jeden ersten Montag im Monat von 10 bis 12 Uhr eine Sprechstunde im Rathaus Konz. Nach Vereinbarung sind auch Termine möglich. Erreichbar ist Hurth unter Telefon 0170/2782677 oder per E-Mail an seniorenbeauftragter@konz.de (jbo)