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Gespanntes Warten auf ein Signal aus Koblenz

Gespanntes Warten auf ein Signal aus Koblenz

30. Juni: Das ist das Datum, auf das die Bürgerinitiative Ortsumgehung B 51/Konz-Könen wartet. Bis zu diesem Tag sollte der Planfeststellungs-Beschluss für die neue Trasse vorliegen. Der Landesbetrieb Mobilität strebt zwar auch diesen Zeitraum an, will sich aber nicht unbedingt auf einen bestimmten Tag festlegen.

Konz-Könen/Koblenz. In einer Woche läuft die angekündigte Frist aus. Bis zum 30. Juni sollte der Planfeststellungs-Beschluss für die neue Trasse der Ortsumgehung B 51/Konz-Könen vorliegen. Das hatte der Landesbetrieb Mobilität in Koblenz dem CDU-Abgeordneten Bernhard Kaster im März fest zugesagt. In der Zwischenzeit wurde bei der Planfeststellungs-Behörde weiter am Könener Projekt gearbeitet. "Wir streben nach wie vor den 30. Juni an", sagt Markus Rieder, stellvertretender Leiter der Behörde. Allerdings lasse er sich nicht unbedingt auf einen bestimmten Stichtag festlegen. Die Behörde sei bemüht, "so schnell wie möglich" zum Planfeststellungs-Beschluss zu kommen, allerdings müsse auch alles sorgfältig geprüft werden. Der Beschluss müsse beispielsweise attestieren, dass die Planung der neuen Trasse unter allen rechtlichen Perspektiven umsetzbar sei. Zudem müssten die Einwendungen aus der ergänzenden Offenlage zur geänderten Anschlussstelle Tawern und gegen die gesamte Ursprungsplanung abgearbeitet werden. "Wir sind in den letzten Zügen", sagt Rieder. "Wir wissen um die Dringlichkeit der Angelegenheit."

"Wir gehen davon aus, dass der Termin eingehalten wird", sagt Erwin Carl, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Ortsumgehung B 51/Konz-Könen. Die BI sei zwar das Warten schon gewohnt, dennoch sei die Erwartung da, dass es bis zum 30. Juni den wichtigen Schritt in Richtung Planfeststellung geben sollte. "Wir haben ja keinen Einfluss darauf", sagt Carl, kündigt allerdings an, über die Kommunalpolitiker ein Weiterkommen forcieren zu wollen.

Seit rund 40 Jahren ist die Ortsumgehung ein Thema im Könener Stadtteil. Derzeit rollen schätzungsweise 17 000 Fahrzeuge pro Tag über die Bundesstraße.

Damit es früher oder später, je nachdem, wie viele und welch bedeutende Klagen gegen den Planfeststellungs-Beschluss eingehen, zu einem zügigen Bau der neuen Trasse kommt, beschäftigt sich das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel inzwischen mit einer vereinfachten Flurbereinigung im Gebiet der neuen B 51-Trasse auf den Gemarkungen Tawern, Wasserliesch und Könen mit 428 Beteiligten. "Das Verfahren ist eingeleitet", sagt Reinhard Lichtenthal vom DLR. Es geht darum, die zahlreichen Flurstücke auf der rund 485 Hektar großen Fläche neu zu ordnen, zusammenzufassen, größere Einheiten zu bilden und mit Wegen zu erschließen. So könnten bereits Flächen für den Bau der Umgehungsstraße bereitgestellt werden. Zu einer Teilnehmerversammlung lädt das DLR für Dienstag, 30. Juni, um 19 Uhr ins Bürgerhaus in die Charnystraße ein. Dort soll der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gewählt werden. Und vielleicht gibt es bis dahin sogar schon den Planfeststellungsbeschluss.