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Gewaltsamer Tod einer Rentnerin in Konz: Haschpfeife führt Ermittler zu mutmaßlichem Mörder

Konz/Trier. Genmaterial (DNS) am Mundstück einer Pfeife zum Rauchen von Haschisch hat zur Festnahme des wegen Mordes angeklagten Konzers geführt. Das ist ein Ergebnis des dritten Verhandlungstags im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Konz. Christian Kremer

Wichtigste Spur in dem Mordfall war ein Rucksack, den ein Passant einen Tag nach der Tat aus der Mosel gefischt hat. Neben entwerteten Sparbüchern des Opfers, Kleidung des Beschuldigten und Einbruchswerkzeug fanden die Ermittler Faserspuren von den Kleidern der getöteten Rentnerin in der Tasche.

Zudem entdeckte ein Labor des Landeskriminalamts an einer Haschisch-Pfeife aus dem Rucksack DNS des Beschuldigten. Diese führte die Ermittler zu dem Angeklagten, denn er war wegen seiner Vorstrafen wegen Einbruchs schon in einer DNS-Datenbank der Polizei erfasst. Der 41-jährige Konzer muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht Trier verantworten.

Nachdem er zuvor gestanden hatte, die 63-jährige Ex-Schwiegermutter seiner Frau bei einem Einbruch erwürgt zu haben, haben am Mittwoch mehrere Polizisten und weitere Zeugen ausgesagt.

Das Gericht entschied auch, dass die wegen gemeinschaftlichen Einbruchsdiebstahls mitangeklagte Ehefrau weiter in Haft bleibt. Den von Verteidiger Otmar Schaffarczyk gestellten Antrag zur Haftbefreiung lehnte die Kammer mit der Vorsitzenden Richterin Petra Schmitz ab, weil weiter Fluchtgefahr bestehe.