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Gewandert, gestempelt, Freunde getroffen

Gewandert, gestempelt, Freunde getroffen

Zahlreiche Wanderfreunde aus Deutschland und dem benachbarten Ausland haben sich am Sonntag in Konz auf die Streke begeben. Drei Rundkurse von fünf, zwölf und 22 Kilometern Länge standen bei der IVV-Wanderung zur Auswahl.

Konz. (daj) Helmut Schömann kontrolliert die Startkarte drückt seinen Stempel in das Wertungsheft. Bei den Wanderungen des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) wird geanu Buch geführt über die zurückgelegten Distanzen. Alle 500 Kilometer erhalten die Wanderer dann eine Urkunde.

Damit auch alles seine Richtigkeit hat, werden die Strecken vorher genau ausgemessen. Unterwegs sind Kontrollposten eingerichtet, damit niemand bei den Kilometern schummeln kann und eine Abkürzung einschlägt. Außerdem gibt es dort Tee für die Wanderer.

Volkssport für Wanderer aus vier Nationen



Bereits zum 31. Mal veranstalten die Saar-Mosel-Wanderer Konz ihre Volkswanderung. 92 Mitglieder zält der 1992 gegründete Verein. Allerdings sei es schwierig, Nachwuchs für das organisierte Wandern zu gewinnen, weiß Schriftführer Stephan Kömmlinger. Junge Leute wollen sich oft nicht an einen Verein binden, gehen lieber auf eigene Faust in die Natur. Und dennoch: Dass Wandern echter Volkssport ist, stellt die Zahl von fast 1200 angemeldeten Teilnehmern eindrucksvoll unter Beweis.

Ein Unwetter am Samstagabend hat zwar kleinere Streckenänderungen nötig gemacht - pünktlich zum Start am Sonntag jedoch scheint die Sonne und die äußeren Bedingungen sind bestens. Auch aus Belgien, Luxemburg und Frankreich sind zahlreiche Gäste angereist.

Paul Hilzinger, der den Zwölf-Kilometer-Kurs absolviert hat, ist mit einer Reisegruppe aus dem Schwarzwald gekommen - "zum Gegenbesuch", nachdem die Konzer Wanderer ihrerseits ins Glottertal gefahren waren. So schafft Wandern auch neue Bekanntschaften.

Auf die lange Strecke hat sich Hilarius Herzig aus Oberkail begeben. Nach vier Stunden ist er wieder an der Saar-Mosel-Halle angekommen. "Jetzt sind wir durstig." Bei Bier und Bratwurst oder Kaffee und Kuchen gibt es vor und in der Halle Gelegenheit, sich zu stärken.

Einen ruhigen Tag hat dagegen der Malteser-Hilfsdienst verbracht: Hermann Hurth hat bis zum frühen Nachmittag nur "zwei kleinere Einsätze wegen Kreislaufproblemen" registriert. Erst zum Abend ziehen wieder Regenwolken auf - aber da sind die Wanderer längst wieder im Ziel angekommen.