Gewerbeschau Kell mit Rekord: 73 Firmen präsentieren sich

Gewerbeschau Kell mit Rekord: 73 Firmen präsentieren sich

Schon vor dem Startschuss ist der Gewerbeschau der Verbandsgemeinde (VG) Kell bei ihrer vierten Auflage eine Bestmarke sicher: Mit 73 angemeldeten Firmen weist die Messe eine neue Rekordzahl an Ausstellern auf. Sie alle zeigen sich und ihre Produkte am Samstag und Sonntag, 22./23. September, in und vor der Keller Sporthalle einem großen Publikum.

Kell am See. Auch in der Region Trier haben Gewerbeschauen einen zunehmend schweren Stand. Jüngstes Beispiel ist die deutsch-luxemburgische Verbrauchermesse Deulux, die wegen mangelndem Ausstellerinteresse in diesem Jahr abgesagt wurde (der TV berichtete).
In Kell am See sieht das aber ganz anders aus: "Wir sind schon stolz, dass unsere Gewerbeschau offenbar so attraktiv für Firmen ist", freut sich VG-Bürgermeister Werner Angsten. Die Fakten bestätigen diese Aussage. Wenn am Samstag in der Keller Sporthalle die vierte VG-Gewerbeschau eröffnet wird, sind 73 Aussteller vertreten.

3000 Quadratmeter Fläche


So viele Stände gab es bei der Messe, die im Vier-Jahres-Rhythmus stattfindet, noch nie. Die insgesamt 3000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche in der Sporthalle, einem großen beheizten Zelt und auf dem Freigelände ist somit voll belegt.
"Vielleicht liegt in dem größeren zeitlichen Abstand auch einer der Gründe für den Erfolg. Das Wichtigste bei einer Gewerbeschau ist doch, dass ich den Besuchern neue Produkte präsentieren kann. Diese Chance habe ich nicht, wenn man eine solche Veranstaltung jedes Jahr oder alle zwei Jahre macht", sagt Walter Koltes. Die VG hat der in Baden-Württemberg beheimateten Firma (Dörr und Koltes) des gebürtigen Kellers erneut die Aufgabe übertragen, die Messe aufzubauen und sie zu organisieren.
In diesem Zusammenhang ist Angsten ein Hinweis wichtig: "Die Gewerbeschau kostet die VG keinen Cent." Die Kosten für die professionellen Messe-Macher finanzieren sich nämlich unter anderem durch die Standgebühren der Aussteller.
Die Firmen kommen dabei mehrheitlich direkt aus der VG Kell. Sie wollen die Schau als Bühne nutzen, um ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und den unmittelbaren Kontakt zum Kunden zu knüpfen. "Gerade beim Handwerk achten wir darauf, dass die Betriebe vor Ort dabei sind. Nur wenn es eine bestimmte Branche bei uns nicht gibt, sprechen wir auch Firmen von außerhalb an", sagt VG-Büroleiter Norbert Willems.
Was ist außergewöhnlich? Mit dem Autozulieferer Bilstein aus Mandern und dem Pressen-Hersteller Komage aus Kell zeigen auch die zwei größten Industriebetriebe in der VG bei der Gewerbeschau Flagge. Angsten findet das sehr bemerkenswert: "Diese Firmen stellen ja keine Produkte für den normalen Verbraucher her. Es geht ihnen bei der Messe also nicht ums Verkaufen, sondern darum, den Leuten aus unserem Raum zu zeigen, was sie herstellen und mit welcher Arbeit viele Menschen aus unserer Region ihr Geld verdienen."
Was sind die Schwerpunkte? Sehr stark vertreten sind - wie es sich für den Hochwald gehört - die holzverarbeitenden Unternehmen. So zeigen sich fünf Schreiner beziehungsweise Tischler, die alle aus der VG Kell kommen, bei der Schau. Wichtige Themen, zu denen es an mehreren Ständen Informationen gibt, befassen sich zudem mit erneuerbaren Energien und effizientem Heizen.
Was ist neu? Das Freigelände ist mit 21 ausstellenden Firmen deutlich größer geworden. Erstmals ist dort auch ein Autohaus vertreten, das seine PKW zeigt. Premiere hat auch der Stand, an dem sich Vereine aus der VG präsentieren können.
Was gibt\'s im Rahmenprogramm?: Zwar demonstriert unter anderem die Feuerwehr, was bei einer Fettexplosion passieren kann. Grundsätzlich verzichten die Veranstalter aber bewusst auf schmückendes Beiwerk, etwa eine Modenschau. Koltes sagt dazu: "Unsere Philosophie ist ganz klar. Die Messe ist das Programm. Die Aussteller bieten an ihren Ständen genug Informationen."
Was sind die Erwartungen? Sofern das Wetter mistpielt und es nicht regnet, gehen die Messemacher davon aus, dass die Gewerbeschau mit ihrer Rekordzahl von 73 Firmen zwischen 8000 und 10 000 Besucher lockt.
In der morgigen Hochwald-Ausgabe erscheint eine TV-Sonderveröffentlichung zur Keller Gewerbeschau. Auf 24 Seiten finden Sie viele Informationen rund um die Messe.
Extra

So sieht das aktuelle Logo der Messe aus. Foto: VG Kell.

Die Stände bei der Keller Gewerbeschau sind am Samstag und Sonntag, 22./23. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An beiden Tagen ist der Eintritt zur Messe frei. Kostenlose Parkplätze finden die Besucher unter anderem auf dem Schulhof, an Sportplatz, Kirche und Marktplatz sowie am Historischen Bahnhof in Kell am See. ax