Giftige Raupen - Warnung vor Eichenprozessionsspinnern in der VG Konz

Giftige Raupen : Warnung vor Eichenprozessionsspinnern in der VG Konz (Fotos)

Sie verursachen Juckreiz, Pusteln, Atembeschwerden: Raupen des Schädlings mit dem Namen Eichenprozessionsspinner sind in Konz, Wasserliesch und Tawern entdeckt worden.

In  der Verbandsgemeinde Konz sind bislang an drei Stellen die Raupen des Pflanzenschädlings Eichenprozessionsspinner entdeckt worden. Das teilte die Verbandsgemeindeverwaltung Konz mit. Sie seien schnellstmöglich von Fachfirmen entfernt worden beziehungsweise würden weiterhin entfernt.  Auf Roscheid (Parkplatz am Friedhof Roscheid), in Wasserliesch (Friedhof, An der Granahöhe sowie an Bäumen entlang des Rundwegs Angelborn) und in Tawern (am Friedhof, Parkplatz) werde eine Baumpflegefirma aus dem saarländischen Nonnweiler damit beschäftigt sein, die befallenen Eichen von den Raupen des Eichenprozessionsspinners zu befreien.

„Die Raupen beziehungsweise die Nester werden in der Regel abgesaugt“, so die Verwaltung.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine wärmeliebende Schmetterlingsart, die insbesondere freistehende und von der Sonne beschienene Einzelbäume und Waldränder bevorzugt. In ihrem Stadium als Raupe ist sie ein Pflanzenschädling, hat aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Eichenblätter. Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die erneut an Eichenzweigen ihre Eier ablegen. Die Raupen und Larvenhäute verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen: Haut­irritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen.

Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten. Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Insbesondere die Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden.

Warnschilder hängen an Bäumen in der VG Konz. Foto: TV/Florian Blaes

Bei Kontakt mit den Härchen sollten die Betroffenen die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare/Kleidung waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Arzt aufzusuchen.

Bürger, die befallene Eichen auf öffentlichem Grund entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter der Telefonnummer 06501/83-176 melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Garten- und Waldbesitzer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen. Auch von diesen Personen bekommt die Verbandsgemeindeverwaltung häufiger Befall gemeldet. In solchen Fällen berät der zuständige Mitarbeiter und vermittelt professionelle Hilfe unter oben genannter  Telefonnummer.