Gitter ärgert Radler

KASEL. (red) Aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ist der Ruwer-Hochwald-Radweg ein Gewinn. Allerdings kritisiert die Kreisgruppe Trier-Saarburg die Drängelgitter in Kasel.

"Kürzlich bin ich den neuen Ruwer-Hochwald-Radweg mit Kinderanhänger gefahren und musste feststellen, dass die Umlaufsperren mit einem Fahrradgespann nur mit Mühe zu umfahren sind", sagt Matthias Bellmann, Vorsitzender des ADFC Trier. Diese Schwierigkeiten hätten auch Fahrräder mit Gepäcktaschen und Sonderkonstruktionen wie Liegezwei- und -dreiräder, Behindertenräder und Tandems sowie Tandemgespanne. Darüber hinaus stünden die Umlaufsperren so nah an der vermeintlichen Gefahrenstelle, dass der Lenker eines Fahrradgespanns fast auf der Straße stehe, wenn er endlich mühsam das Hindernis gemeistert habe. Der ADFC nennt es erstaunlich, dass von Ruwer aus kommend zunächst an zwei Stellen Umlaufsperren aufgestellt wurden, während im weiteren Verlauf des Radwegs Pfosten als Geschwindigkeitsbremsen eingebaut wurden. Diese seien zwar ebenfalls nicht ideal, könnten aber ohne Probleme auch von Gespannlenkern passiert werden, so Bellmann. Ausdrücklich widerspricht der ADFC der Darstellung der Straßenmeisterei Hermeskeil, wonach der Fahrradclub behauptet habe, dass die Umlaufsperren ohne Probleme passiert werden könnten. Nach Ansicht des ADFC Trier sollten Umlaufsperren nicht verwendet werden, weil sie eine zusätzliche Gefahr darstellen. "Das Argument, Kinder sollten geschützt werden, ist kaum zu halten. Wegen der kürzeren und kleineren Fahrräder schaffen es Kinder, die Umlaufsperren relativ zügig zu umfahren, während die Eltern sich darin möglicherweise verheddern", warnt Bellmann. Wenn die Umlaufsperren nicht durch die Pfosten-Lösung ersetzt werden könnten, sollte zumindest der Abstand der Schranken deutlich erhöht werden, schlägt der ADFC vor. Besser wären Fahrbahnmarkierungen wie Haltebalken und ein aufgemaltes Stoppschild. Diese würden auch von Kindern erkannt und verstanden. Darüber hinaus schlägt der Fahrradclub vor, dass als Orientierungshilfe Ortseingangs- und Ortsausgangsschilder aufgestellt werden.