Glänzende Augen beim Tanz der Vampire

Glänzende Augen beim Tanz der Vampire

BEKOND. Für Musik kann sich Andreas Müller begeistern. Seit seinem neunten Lebensjahr spielt er Posaune, und seit vier Jahren gibt er im Jugendorchester "den Ton an".

Rundes Leder oder goldene Posaune? Vor dieser Entscheidung stand Andreas Müller vor ein paar Jahren. Dem Fußball zeigte er die rote Karte, der Musik blieb er treu. Musik und Kameradschaft als gute Kombination

Nach seiner Kommunion fing alles an: Timo Becker brachte dem damals neunjährigen Andreas Müller im Bekonder Musikverein das Posaunespielen bei. "Die Kameradschaft und das gemeinsame Musizieren haben mich von Anfang an fasziniert", sagt der 23-Jährige rückblickend. Das Blatt hat sich gedreht: Heute bildet er selbst aus und dirigiert seit vier Jahren das Jugendorchester Bekond-Klüsserath. Von dem ehemaligen Dirigenten Paul Reh hat er den Taktstock übernommen. Dirigent ohne Autoritätsprobleme

Autoritätsprobleme gibt es aufgrund seines noch recht jugendlichen Alters nicht. "Wir stimmen alle über die Stücke ab, die wir als nächstes einüben." Die jungen Musiker bevorzugten Filmmusik und Musicals. Glänzende Augen bekommt der junge Dirigent, wenn er an "Tanz der Vampire" denkt. "Das ist mein Lieblingsstück. Es ist eines der schönsten Stücke, die ich je gehört habe." Das Jugendorchester bietet den zehn- bis 17-jährigen Bekondern nicht nur die Möglichkeit, zusammen Musik zu machen, die ihnen gefällt, auch Freizeitaktivitäten werden angeboten. "Dieses Jahr waren wir eine Woche am Ammersee", erzählt Andreas Müller. Neben seiner Vereinstätigkeit in seinem Heimatort spielt er seit acht Jahren die Posaune im Kreisorchester. Wenn er nicht Musik macht, drückt der ausgebildete Verwaltungsfachangestellte die Schulbank. Nahziel ist das Studium

Nach drei Jahren als Angestellter hat er sich von der Verbandsgemeindeverwaltung in Schweich verabschiedet. In einem Jahr wird er das Abitur in der Tasche haben. Er besucht die Berufsoberschule II im Bereich Wirtschaft. "Dann möchte ich auf Lehramt studieren. Mathe steht fest. Mit dem zweiten Fach bin ich mir noch nicht sicher", sagt Müller. Fest steht auch, dass er noch lange Musik machen wird, denn, davon ist Müller überzeugt, "mit Musik kann man sehr viele Gefühle ausdrücken". /bru